MEIN GARTEN | Sonntagsblatt+Plus, 29. Juni 2025
Farbenpracht auf dem Tisch
- Das i-Tüpferl auf dem Teller. Essbare Blüten verwandeln Gerichte in einen wahren Blütentraum.
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Essbare Blüten sind ein Genuss für den Gaumen.
Die Blüte ist die Crème de la Crème der Pflanze. In ihr sind sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Diese geben ihr Farbe und Geruch. Auf uns haben diese Stoffe unterschiedliche Auswirkungen. Von beruhigend über immunstärkend bis belebend und erheiternd. Es lohnt sich auf jeden Fall, Blumen nicht nur als Dekoration, sondern auch wegen ihres Geschmacks anzupflanzen.
Schon im Mittelalter war es üblich, beim Kochen Blüten zu verwenden. Man machte damals gar nicht erst einen Unterschied zwischen Kraut und Blume. Beim Spazierengehen findet man schon im Frühjahr einige hübsche Blumen wie zum Beispiel Tulpen, Veilchen, Stiefmütterchen oder Löwenmäulchen. Dann geht es in unserem eigenen Garten weiter. Kräuter und Wildkräuter blühen in einer großen Vielfalt und dazu die wunderschönen Blumen, die man als Deko-Blüten für bezaubernde Gerichte ansetzen kann.
Viele Blüten haben auch eine große Heilwirkung. Die Kapuzinerkresse enthält viel Magnesium, das Gänseblümchen ist mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt das „Antibiotikum für die Kinder“. Die Chrysanthemen stärken das Immunsystem, der Lavendel beruhigt und vertreibt Ängste. Thymianblüten reinigen und stärken die Bronchien, die Ringelblume macht von innen schön und harmonisiert. Die Blüten der Rosen machen gute Laune, jene des Veilchens wirken beruhigend. Und die Kornblume hilft beim schnelleren Verdauen. Was für eine Fülle, was für eine Vielfalt!
Die Schönheit der Blüte hat natürlich einen ganz einfachen Grund: Es geht um die Vermehrung. Je attraktiver die Blüte, desto mehr Bienen, Hummeln und Schmetterlinge kommen zu ihr zu Besuch!
Angelika Ertl
Bunte Schönheit im Garten
Diese Blüten sind ein Gedicht auf jedem Gericht: Dahlie, Rose, Sonnenhut, Kornblume, Borretsch, Zwiebel, Speisechrysantheme, Ringelblume, Sonnenblume, Topinambur, Taglilie, Kapuzinerkresse, Begonie, Goldmelisse, Wilde Bergamotte, Wilde Malve, Fuchsie, Studentenblume, Zucchini, Mutterkraut, Funkie, Schmuckkörbchen, Flammenblume und Rattenschwanz-Radieschen.
Wichtig: Die Blüten sollten nicht chemisch gespritzt werden! Bei einigen Blüten sollte man die grüne Hülle oder die Kelchblätter sowie die Staubgefäße und den Stempel entfernen. Diese schmecken oft bitter. Besonders wichtig: die Blüten nicht waschen!
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Nachhaltige Schnittblumen
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Margrit de Colle führt in diesem Buch in den Anbau von Schnittblumen ein und porträtiert die schönsten Pflanzen, mit denen das ganze Jahr kreativ gearbeitet werden kann, darunter sommerblühende Zwiebelpflanzen und Knollen, Blühstauden, schöne Blätter und dekorative Gräser- und Getreidesorten. Mit Tipps für Sträuße, Kränze und Tischdekorationen.
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Blumen sind das Lächeln der Erde
Angelika Ertl, Biogärtnerin
Ich möchte selbst Kräutersalz mischen. Wie geht das?
Kräutersalze sind für mich einfach ein Riesengeschenk. Es hat Jahre gegeben, da hatte ich im Winter bis zu vierzig verschiedene Kräutersalze für meine Speisen. Was für eine Freude, jeden Tag ein anderes Salz nehmen zu können! Von Blütensalz über Zitronenverbenen- und Petersilien- bis zu Schafgarbensalz – Kräutersalze sind einfach fantastisch und ein Muss in meiner Küche!
Ich mische Salz und Kräuter immer 50/50 oder sogar eher mehr Kräuter als Salz. Früher habe ich die Kräuter noch getrocknet. Jetzt zermahle ich sie frisch. Das Aroma ist intensiver, weil das Salz die ätherischen Öle der Kräuter aufnimmt. Es geht auch schneller so. Nach dem Mixen lasse ich die Mischung auf einem Blech trocknen und zerbrösle das Kräutersalz ab und zu, damit es nicht verklumpt. Bei kleinen Mengen trocknet es im Glas von selbst.
Meine Lieblingsmischung ist Thymian, Kapuzinerkresse und Ysop zum Salz – das ist nicht nur köstlich, sondern auch sehr gesund!
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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