Hunger, Hitze, Hoffnung
Klimakrise trifft Länder des Südens
- Trockenheit und Dürre einerseits, Flut und Überschwemmungen andererseits sind massive Auswirkungen des Klimawandels auf die Länder des Globalen Südens.
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Dem Plädoyer der Bischofskonferenz des Globalen Südens schloss sich die Katholische Frauenbewegung Österreichs an. Die konkreten verheerenden Auswirkungen des Klimawandels zeigten sich bei einer Caritas-Reise nach Kenia.
Dem dramatischen Plädoyer der Bischofskonferenzen des Globalen Südens für mehr Klimagerechtigkeit, hat sich die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) angeschlossen. Die kontinentalen Bischofskonferenzen aus Lateinamerika, Afrika und Asien hatten gemeinsam mit der vatikanischen Entwicklungsbehörde von den Staatengemeinschaften eine Abkehr von kurzfristigen Wirtschaftsinteressen hin zu einem gerechten, solidarischen und ökologisch verantwortungsvollen Kurs gefordert.
„Wir dürfen die globale Verantwortung nicht auf andere abwälzen“, schloss sich kfbö-Vorsitzende Angelika Ritter-Grepl dem Appell an. Die Klimakrise sei eine „akute Gerechtigkeitsfrage“, denn die Verantwortung für die globale Klimakrise liege in hohem Maße bei den Ländern des Nordens, so Ritter-Grepl, die u. a. darauf hinwies, dass gerade Frauen die existenziellen Folgen am „unmittelbarsten“ spüren – „mit dramatischen Auswirkungen auf Ernährungssicherheit, Gesundheitsversorgung und soziale Stabilität“.
Konkretes Beispiel
Wie dramatisch die Auswirkungen des Klimawandels sind, zeigte kürzlich eine Projektreise des Kärntner Caritasdirektors Ernst Sandriesser nach Kenia. „Die Brunnen versiegen, die Tiere sterben und am Ende verhungern die Kinder“, so der Caritasdirektor im Interview mit der Kärntner Kirchenzeitung „Sonntag“. Er sprach von „unvorstellbaren Auswirkungen der Klimakrise“. Besonders betroffen seien Nomaden und Kleinbauern, die durch den Klimawandel ihre Lebensgrundlage verlieren. Zusätzlich verschärft der Stopp der US–Entwicklungshilfe die Krise. „Bis zu vier Millionen zusätzliche Todesopfer sind zu befürchten“, warnt Sandriesser und appelliert an Europas Verantwortung.
Hungerhilfe und Bildung
Die Caritas setzt auf zwei Säulen: kurzfristige Hungerhilfe und langfristige Entwicklung. In den von Dürre betroffenen Regionen unterstützt die Organisation gemeinsam mit der Partner-Organisation PACIDA Nomaden dabei, neue Lebensgrundlagen zu entwickeln – unter anderem durch Bildung und landwirtschaftliche Projekte. Denn durch die instabilen Wetterbedingungen verlieren viele ihr traditionelles Leben und müssen neue Wege finden. Neben ländlichen Regionen engagiert sich die Caritas auch in der Hauptstadt Nairobi, etwa im Slum Kairobangi, wo rund zwei Millionen Menschen unter schwierigsten Bedingungen leben. Dort betreiben die Franziskaner Missionsschwestern mit Unterstützung der Caritas Schulen für benachteiligte Kinder. KAP/Red.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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