Caritas-Kampagne
Glockenläuten gegen Hunger
- Weltweit leiden 675 Millionen Menschen an Hunger. In Pakistan sorgen u. a. extreme Hitzewellen mit Temperaturen bis zu 50 Grad für Ernteausfälle.
- Foto: Wolfgang Zarl
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Die Caritas St. Pölten hat eine Kampagne gegen den weltweiten Hunger gestartet. Unter dem Motto „Wir sehen den Hunger. Wir sehen den Durst“ will sie auf die Ernährungskrise aufmerksam machen und zur Hilfe aufrufen.
673 Millionen leiden Hunger
Weltweit leiden 673 Millionen Menschen unter Hunger – mehr als acht Prozent der Weltbevölkerung. Die Lage sei dramatisch, aber nicht hoffnungslos. Projekte der Caritas zeigten, dass es Möglichkeiten gebe, Menschen nachhaltig vor Hunger zu bewahren.
Extreme Hitzewellen mit Temperaturen von bis zu 50 Grad führen zu Ernteausfällen.
Zu den Ursachen für den weltweiten Hunger zählen Kriege, wirtschaftliche Krisen und die Folgen der Klimakrise. Extreme Wetterereignisse zerstören zunehmend die Lebensgrundlagen von Menschen in den ärmsten Regionen der Welt. „Diese extremen Ungerechtigkeiten können wir nicht länger hinnehmen. Wir müssen den Hunger sehen, wir müssen Verantwortung übernehmen und wir müssen handeln“, so Hannes Ziselsberger, Direktor der Caritas St. Pölten.
Gleichzeitig verlangsame sich der weltweite Fortschritt bei der Hunger-Bekämpfung. Der Bedarf an humanitärer Hilfe steige stetig, während die Hilfe selbst von Kürzungen betroffen sei. Prognosen zufolge könnten im Jahr 2030 noch immer 582 Millionen Menschen von Unterernährung betroffen sein – die Hälfte davon in Afrika. Das Ziel der Vereinten Nationen, bis dahin den globalen Hunger zu beenden, wäre damit verfehlt.
Drastische Lage in Pakistan
Drastisch zeigen sich die Folgen der Klimakrise in Pakistan: 40 Millionen Menschen (16,5 Prozent der Bevölkerung) des Landes gelten als mangel- oder unterernährt. Viele Haushalte können ihren Nahrungsbedarf nicht mehr decken, während steigende Kosten und lokale Konflikte sie noch weiter belasteten. Extreme Hitzewellen mit Temperaturen von bis zu 50 Grad und Überschwemmungen führen zu Ernteausfällen.
In der Provinz Sindh unterstützt die Caritas mit pakistanischen Partnern Menschen dabei, ihre Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels zu stärken. Seit 2021 wurden 2.500 Frauen und Mädchen durch Selbsthilfegruppen und Berufsausbildungen unterstützt. Initiativen zur Klimaanpassung erreichten 15.000 Menschen. Neben der Förderung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen brauche es „global gerecht verteilten Klimaschutz, bei dem die Hauptverursacher Verantwortung übernehmen“, so die Caritas.
Glockenläuten gegen den Hunger
Als Zeichen gegen den weltweiten Hunger läuten in ganz Österreich am 31. Juli um
15 Uhr die Kirchenglocken für fünf Minuten, um auf die dramatische Situation aufmerksam zu machen. Die Kirchensammlung der Caritas in den Pfarren findet an einem der Sonntage im August statt.
Spendenkonto der Caritas der Diözese St. Pölten: Kennwort „Zukunft ohne Hunger, IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000.
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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