Pfarre Steinakirchen
Heiligenbrunn-Kapelle mit uralter Sage

„Weltkirche“ bei der Heiligenbrunn-Kapelle am Dreifaltigkeitssonntag 2017: Mit Pfarrangehörigen, Pfarrer Lagler, einer Schwester aus Argentinien und Priestern aus Indien.
  • „Weltkirche“ bei der Heiligenbrunn-Kapelle am Dreifaltigkeitssonntag 2017: Mit Pfarrangehörigen, Pfarrer Lagler, einer Schwester aus Argentinien und Priestern aus Indien.
  • Foto: Eder
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

„Mit der Heiligenbrunn-Kapelle am Lonitzberg in der Pfarre Steinakirchen am Forst verbinden sich seit Jahrhunderten verschiedene Sagen und Bräuche“, weiß Pfarrer Hans Lagler zu berichten.

Schon im Jahr 1449 wird der Bauernhof, der sich rund 300 Meter neben dieser Quelle befindet, in einer Urkunde als „Hewlingprunn“ bezeichnet. Dieses Bründl ist bis heute während des ganzen Jahres ein beliebtes Ziel für Wanderungen und für das persönliche Gebet.

Die Sage über diesen Ort wird von Generation zu
Generation weitergegeben und wurde von der pensionierten Religionslehrerin Elfriede Fink mit folgenden Worten aufgeschrieben: „Einst hatte diese Quelle eine besondere Heilkraft und schenkte vielen kranken Menschen das Augenlicht retour. Als aber ein Bauer einem blinden Schimmel das Wasser auf die Lider gab, konnte das Tier zwar wieder sehen, aber die Heilkraft ging verloren.“

Noch heute gibt es den schönen Brauch, dass sich Wanderer und Wallfahrer ihr Gesicht und besonders die Augen mit dem Wasser waschen. Gerne trinken sie aus dieser Quelle, die das ganz Jahr lang fließt. Die Kapelle wird von der Familie Stamminger des Bauernhofes „Heiligenbrunn“ liebevoll gepflegt und Jahr für Jahr zum Dreifaltigkeitssonntag mit einem schönen Kranz geschmückt.

An diesem hohen Feiertag, der heuer am 30. Mai gefeiert wird, ziehen kleine Prozessionen von Steinakirchen und den Nachbarpfarren zu diesem besonderen Ort. Jung und Alt versammeln sich um 15 Uhr zur gemeinsamen Andacht, dem „Heiligenbrunn-Beten“. Nach dem Gottesdienst gibt es eine besondere Speise, denn Bäckermeister Heinrich Gierlinger aus Wang bietet seit über 60 Jahren seine berühmten Nussschnecken an, die besonders bei Kindern sehr begehrt sind, wie Pfarrer Lagler verrät.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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