Missionare berichten
„Besonders hart trifft die Coronakrise die Ärmsten“

Pfarrer Martin Römer freut sich über die vielen Spenden für die von Covid-19 am stärksten betroffenen Menschen.
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  • Pfarrer Martin Römer freut sich über die vielen Spenden für die von Covid-19 am stärksten betroffenen Menschen.
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Hilfsorganisationen weltweit warnen vor den schweren Folgen der Coronakrise in den armen Ländern der Welt. Die „Missio“-Diözesanstelle befragte unsere Missionare und Missionsschwestern, wie sie die aktuelle Situation an ihren Einsatzorten erleben. „Kirche bunt“ bringt Auszüge aus den Antworten.

Die Coronavirus-Pandemie hat auf die ganze Welt Auswirkungen. Derzeit gelten für mindestens 4,5 Milliarden Menschen Ausgangsbeschränkungen – das sind rund 58 Prozent der Weltbevölkerung. Laut Vereinten Nationen (UN) droht die Pandemie 29 Millionen Menschen in extreme Armut zu stürzen, in Afrika könnten nach Einschätzungen der UN 300.000 Menschen an dem Virus sterben.

In Lateinamerika war die Schwelle von 100.000 Coronavirus-Infektionen zu Redaktionsschluss dieser Ausgabe überschritten. Das von der Pandemie am stärks­ten betroffene Land Latein­amerikas ist Brasilien. Dort wirkt seit vielen Jahren Pater Felix Poschenreithner in der Diözese Nova Iguacu. Der aus Dorfstetten stammende Kalasantiner berichtet, dass die Situation ähnlich wie in Österreich sei: Schulen und Universitäten sind gesperrt und es dürfen keine öffentlich zugänglichen Gottesdienste, Taufen oder Hochzeiten stattfinden. Gottesdienste oder Anbetungen werden via „Livestream“ über die Facebookseite der Pfarre übertragen. Gerade die Ärmsten, so P. Felix, würden unter den geltenden Bestimmungen leiden: „Sie haben niedrige Immunitätswerte, leben in den Favelas auf engstem Raum, dürfen jetzt nichts auf der Straße verkaufen, viele sind Diabetiker und viele haben hohen Blutdruck. Das Gesundheitswesen ist prekär. Noch dazu hat Präsident Jair Bolsonaro in einer Fernsehansprache behauptet, dass das Ganze nicht so schlimm und alles nur eine Hysterie bestimmter Gruppen und Medien sei.“

Pater Leopold Kropfreiter ist Pries­ter der Gemeinschaft der Diener Jesu und Mariens und stammt aus der Pfarre Arbesbach. Seit 2008 arbeitet er in der Mission in Kasachstan und betreut im Norden des Landes die Pfarren Korneev­ka und Tonkoschorovka. Er berichtet, dass das Land schnell mit weitreichenden Maßnahmen auf die Pandemie reagiert habe: Neben einer Maskenpflicht und Einhaltung eines Mindestabstandes sei es u. a. auch untersagt, in andere Dörfer zu fahren. Personen älter als 65 Jahre dürften nicht mehr die Häuser verlassen. Das offizielle soziale und kirchliche Leben sei sehr eingeschränkt. Die kirchliche Gemeindearbeit finde nur mehr online statt.

Sr. Cassiani Theiß von den Mariannhiller Missionsschwestern vom Kost­baren Blut ist seit 1965 in Ash­wood in Südafrika tätig und hat dort eine Weberei aufgebaut. Die 88-Jährige berichtet besorgt: „Ende März wurde ein ,Lock down‘ beschlossen. Schulen, Universitäten und Geschäfte sind geschlossen, größere Zusammenkünfte verboten. Die Zahl der Viruserkrankten wird aber jeden Tag größer.“

„Lock down“ auch in Mexiko

Sr. Teresa Steinböck, die aus Unterkilling (bei Weißenkirchen/Perschling) stammt und seit über 50 Jahren in San Lorenzo in Paraguay lebt, schreibt, dass sich die Bevölkerung bemüht, den umfangreichen Maßnahmen der Regierung nachzukommen. Das erste Gebot laute dabei, zu Hause zu bleiben. Auch die Kirche habe alle Zusammenkünfte untersagt. „Unser katholisches Volk vertraut fest auf Gottes Schutz. So blicken wir alle getrost in die Zukunft. Gott sei unserer bedrängten Menschheit gnädig.“

Pfarrer Martin Römer, der aus der Pfarre Groß-Siegharts stammt und als „Priester der Armen“ im Süden von Mexiko-Stadt tätig ist, berichtet ebenfalls vom „Lock down“ in Mexiko, der Absage aller öffentlichen kirchlichen Aktivitäten seit Ende März und der Übertragung der Gottesdienste aus seiner Pfarre via Facebook. „Besonders hart trifft die Krise die Ärmsten“, so Pfarrer Römer: „Menschen im Diözesanbereich, die vom Gemüse-Züchten und vom Verkauf leben, haben nun keine Einkünfte mehr.“ Es gebe Familien, denen es am Lebensnotwendigsten fehlt, weil das Familienoberhaupt die Arbeit verloren oder nur einen Gelegenheitsjob hat und nun kein Auskommen mehr findet. Noch schwieriger sei die Situation, wenn im Haushalt ein chronisch krankes, behindertes oder pflegebedürftiges Familienmitglied zu betreuen sei. „Bisweilen kommt es auch vor, dass ein behinderter oder betagter Mensch ganz ohne Unterstützung einer Familie allein in erbärmlichen Verhältnissen lebt.“

Überwältigende Hilfe

Die von Martin Römer in seiner Pfarre betriebene Suppenküche Emmaus für bedürftige Menschen musste vorübergehend geschlossen werden. Als Organisator der Caritasarbeit in seiner Diözese Xochimilico habe er zur Solidarität mit den vom Covid-19 am stärks­ten betroffenen Menschen aufgerufen. Die Antwort sei „überwältigend“ gewesen. Mit Hilfe der Caritas in Mexiko, Firmen, Pries­tern, Ordensleuten und vor allem engagierten Laien konnten bereits hunderte Familien mit gut gefüllten Lebensmittelpaketen versorgt werden. Doch die Sorge bleibt, wie es weitergeht. Eine Beruhigung sei nicht absehbar, denn die Regierung erwarte ein sprunghaftes Ansteigen der Co­rona-Infektionen. Martin Römer: „Wir stehen erst am Anfang unserer Arbeit. Doch der Anfang ist gemacht und er ist ermutigend.“

Einen ganz anderen Bericht schickte der aus Sonntagberg stammende Steyler Missionar P. Franz Gassner an seinen Orden. Der Sozialethiker lehrt an der Saint Joseph University in Macao – einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt, nur eine Stunde von Hongkong entfernt. „Wir hatten bisher Glück“, sagt Gassner und verweist auf nur 45 Coronavirusfälle und keine Todesfälle (Stand 14. April 2020).

Gassner macht dafür das rasche Handeln der regionalen Regierung sowie kulturelle Voraussetzung der Region verantwortlich, denn die Menschen dort haben Erfahrung im Umgang mit Epidemien, sie sind z. B. das Tragen von Schutzmasken gewohnt. Nicht notwendige Einrichtungen wurden geschlossen, auch öffentlich zugängliche Gottesdienste habe es zwischen 4. Februar und 5. April nicht gegeben. Ausgangssperren gebe es keine, dafür aber ein Meldegebot.

Auch eine zweite Corona-Welle Mitte März durch importierte Fälle aus Europa oder den USA konnte mit einem totalen Einreisestopp gut bewältigt werden. „Covid-19 wird uns wohl alle noch lange beschäftigen und unser Zusammenleben gravierend verändern, hoffentlich hin zu mehr Solidarität und Rücksicht auf die Natur.“
Alle Berichte können Sie auf unserer Homepage „www.kirchebunt.at“ in voller Länge nachlesen.

Die Berichte der Missionarinnen und Missionare im Wortlaut

Sr. Cassiani Theiß, Südafrika

„Ja, die Corona-Krise hat auch uns heimgeholt. Wir haben dieselben Vorschriften einzuhalten, wie Sie in Europa.
Und tagtäglich werden es mehr Betroffene in allen Ländern. Wie lang wird es so weiter gehen??? Niemand weiss es.
Die Massnahmen sind denen in Europa ähnlich. Die Menschen sollen zuhause bleiben, ausser es gibt etwas Dringendes zu erledigen. Schulen, Universitäten und Geschäfte sind geschlossen. Besuche in Krankenhaeusern und Altersheimen sind nicht gestattet. Größere Zusammenkünfte sind verboten, nur zwei Personen dürfen miteinander sein, mit eineinhalb Meter Abstand. Der Präsident hat 21 Tage LOCDOWN angeordnet, d. h. wir müssen uns strikt an die Regeln halten. Den ganzen Tag hört man nichts anderes als wie es steht mit dem Virus. Niemand weiß, wie lange es dauert, bis diese Sache ein Ende hat.“

Schwester Teresa Steinböck, Paraguay
Wie es uns geht? Dank der sofortigen Maßnahmen der Regierung und der Kirche haben wir zurzeit nur 27 Inviszierte und zwei Tote (Stand Ende März 2020). Die Bevölkerung bemüht sich, den umfangreichen Vorschriftsmaßnahmen nachzukommen. Dies ist nicht leicht, denn für viele ist diese Zeit wie willkommene „Ferien”… Erstes Gebot ist dabei DAS ZU HAUSE BLEIBEN…. Die Kirche hat alle Zusammenkünfte untersagt. Anderseits wird zum verstärktem Gebet aufgerufen. Unser noch katholisches Volk vertraut fest auf Gottes Schutz. So blicken wir alle getrost in die Zukunft. Gott sei unserer bedrängten Menschheit gnädig.”

Sr. Erlinde Klinger, Chile
„In Chile haben wir auch den Coronavirus. Bei uns gibt es dieselben Vorschriften. Bleiben wir im Gebet einander verbunden.“

Pfarrer Martin Römer, Mexiko-City
Bis heute (19. April) gibt es nach offizieller Statistik 8.261 bestätigte Corona-Infektionen und 686 Todesfälle landesweit. Unter den Verstorbenen sind auch zwei Priester der Erzdiözese Puebla und drei Mitglieder unserer Pfarre San Marcos Evangelista, unter ihnen ein kirchlich sehr engagierter 72jähriger Mann und dessen Tochter, Mutter von zwei ehemaligen Ministranten.

Seit Ende März sind landesweit sämtliche öffentlichen kirchlichen Aktivitäten abgesagt. In unserer Kirche San Marcos Evangelista gibt es nur mehr Anbetung und Gottesdienste mit ein paar Leuten (Mesner, Lektor etc.), die auf der Facebookseite der Pfarre live übertragen werden. Auch die Liturgie der Karwoche und der Ostertage konnte nur mehr „privat“ gefeiert werden.

Den Betrieb unserer Suppenküche Emmaus für bedürftige Menschen aus unserem Ort San Miguel Topilejo im Süden der Hauptstadt mußten wir vorübergehend einstellen. Die Gäste unserer Emmausgemeinschaft dürfen das Haus nicht mehr verlassen, Besuche werden nicht mehr empfangen. Zunächst galten diese Maßnahmen, die von der Regierung getroffen wurden, bis 30. April, inzwischen wurden sie bis 30. Mai verlängert.

Alle Firmen und Betriebe, die keine „essentielle Aufgabe“ für die Aufrechterhaltung des Gemeinwohls erfüllen, sind in diesen Monaten geschlossen (nicht alle halten sich daran!), die Arbeitgeber müssen aber den Angestellten den Lohn ohne Abzüge fortzahlen. Von Seiten der Regierung werden für die Betriebe bisher nur Kleinkredite angeboten, damit sie überleben können. Ich gehe davon aus, daß viele kleine und mittelständische Unternehmen, die einen Großteil der Arbeitnehmer beschäftigen, an diesen Maßnahmen zerbrechen werden.

In unserer Diözese Xochimilco (im Süden von Mexico-Stadt) bin ich mit der Organisation der Caritasarbeit betraut. Mit Beginn der Coronakrise haben wir einen AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT mit den vom Covid-19 am meisten betroffenen Menschen verabschiedet. Die verletzlichsten Menschen und Familien im Diözesanbereich sind jene, die auf den Chinampas (künstliche Insel aus der präkolumbianischen Zeit) Zierpflanzen, Kräuter oder Gemüse züchten und jetzt nicht mehr verkaufen können. Auch in den hügeligen Regionen der Diözese, den Armutsgürteln am Rande von Mexico-Stadt, lebt ein Großteil der Bevölkerung in sehr bedrängten Verhältnissen. Es gibt Familien, denen es am Lebensnotwendigsten fehlt, weil etwa das Familienoberhaupt die Arbeit verloren hat, sich als Straßenverkäufer über Wasser hält oder bloß einen Gelegenheitsjob hat, als Haushaltshilfe sein Auskommen findet oder auf den Straßenkreuzungen Windschutzscheiben putzt etc. Noch schwieriger wird die Situation, wenn im Haushalt ein chronisch krankes, behindertes oder pflegebedürftiges Familienmitglied zu betreuen ist. Bisweilen kommt es auch vor, daß ein behinderter oder betagter Mensch ohne Unterstützung einer Familie allein in erbärmlichen Verhältnissen lebt.

Die Antwort auf den AUFRUF ZUR SOLIDARITÄT war für mich überwältigend! Caritas Xochimilco arbeitet mit der Nationalen Caritas, mit der Caritas der Erzdiözese Mexico, NGOs, Firmen, Priestern, Diakonen, Ordensleuten und vor allem engagierten Laien aus den Pfarren zusammen und konnte auf diese Weise bereits an hunderte Familien gut gefüllte Lebensmittelpakete verteilen, die persönlich übergeben werden, damit es diesen Familien wenigstens nicht an der so notwendigen Nahrung fehlt.

Die schwierigste Phase, in der die Anzahl der Corona-Infektionen sprunghaft ansteigt, steht uns nach Angaben der Regierung noch bevor. Und auf die sanitäre Krise wird die soziale Krise folgen. Eine Beruhigung ist also nicht abzusehen. Wir stehen erst am Anfang unserer Arbeit. Doch der Anfang ist gemacht, und er ist ermutigend.

Auch die Emmausjünger verließen nach dem Karfreitag Jerusalem, um die traumatische Erfahrung hinter sich zu lassen, und begegnetem dem Auferstandenen, der ihr Leben umkrempelte!

Pater Leopold Kropfreiter, Kasachstan
Unsere Situation: Wir haben mittlerweile ca. 1400 Erkrankungen (19. April 2020). Kasachstan hat sehr strenge Vorkehrungen erlassen. Seit heute wurden sie nochmals verschärft: Neben Maskenpflicht und Einhaltung eines Mindestabstands, ist es mittlerweile auch auf dem Land untersagt, in andere Dörfer zu fahren. Polizeiposten wurden aufgestellt. Personen älter als 65 dürfen nicht mehr die Häuser verlassen, unter 18 nur mit Begleitung von Erwachsenen. Mehr als drei Personen dürfen sich nicht gleichzeitig an einem Ort aufhalten. Die Gemeindearbeit findet nur noch online statt. Die Gläubigen verfolgen über verschiedene Onlineangebote die Hl. Messen und verschiedene Feiern. Der Ausnahmezustand wurde vor wenigen Tag bis zum 30. April ausgeweitet. Es ist zu erwarten, dass er nochmals bis zum 15. Mai verlängert wird.

Pater Felix Poschenreithner, Brasilien
„Ja, bei uns ist die Situation ähnlich wie in Österreich. Schulen und Universitäten sind gesperrt. Die Katholische Universität von Petrópolis, wo unsere Burschen Theologie studieren, ist auch geschlossen. Sie haben aber am Montag, den 23.3., mit den Vorlesungen online begonnen. Auf diese Weise ist auch ein Austausch mit Fragen und Antworten möglich. So geht nach einer Woche Pause der Unterricht weiter.

Auch die Seelsorge im herkömmlichen Sinn steht still: Auf Grund der öffentlichen Anordnungen hat unser Bischof (wie auch die anderen Bischöfe unserer Kirchenprovinz) mit 20. 3. ein Dekret erlassen. Hier wird bestimmt, dass es keine Treffen, keine Versammlungen, keine Taufen und Hochzeiten, keine Heiligen Messen mit dem Volk usw. geben darf. Der Priesterrat „tagt“ mittels einer Gruppe im WhatsApp, um nötige Entscheidungen zu treffen. Vorläufig gilt das Dekret bis Ende März, aber es besteht kein Zweifel, dass das verlängert wird. Hier steht die Ausbreitung des Virus ja erst ziemlich am Anfang, geht aber rasant voran, vor allem in São Paulo, aber an zweiter Stelle steht schon Rio de Janeiro und Umgebung!

In unserer Pfarre fällt das 50-Jahr Jubiläum der Pfarre, dass am 26. 3. mit einer Bischofsmesse, Lichterprozession und Fest geplant war, dem Virus zum Opfer. Wir haben aber schon, nachdem das Dekret veröffentlicht wurde, dass keine Messen und andere gottesdienstliche Feiern mit Volk mehr gefeiert werden dürfen, im Haus beschlossen, unseren Wochenplan aufrecht zu erhalten. Halt ohne Volk, dafür mit „Livestream“ auf unserer Facebook-Seite (Imaculada Conceição de Tinguá): Dienstag Rosenkranz der Männer, Mittwoch Hl. Messe mit Segnung der Familien, Donnerstag Anbetung und Rosenkranz, Freitag Kreuzweg und Sonntag um 8h unseren Gottesdienst, der auch über das lokale Radio übertragen wird. Diesen Donnerstag werden wir, zwar ohne Bischof (der zu einem anderen Zeitpunkt kommen wird), wegen des Jubiläums einen festlichen Gottesdienst feiern. Einmal in der Woche – Dienstag – feiere ich bei den Klarissen (bei diesen Gottesdiensten sind aber auch keine auswärtigen Messbesucher zu gelassen).

Was hier erschwerend hinzukommt, ist, dass durch die fehlende Gottesdienstgemeinde natürlich die Spenden und Opfergaben total einbrechen, die Kosten aber gleich bleiben. Wir haben keinen Kirchenbeitrag, der das ausgleichen oder wenigstens etwas abfangen könnte. Werden sehen, wie wir über die Runden kommen, zumal die Pfarre ja schon unter „normalen“ Umständen ständig ums finanzielle Überleben kämpft. Aber gemäss unserem Ordensgründers wollen wir vertrauen: „Hoffen wir auf den Herrn“.

Soweit die Lage bei uns. Was hier erschwerend bei den getroffenen Massnahmen hinzu kommt: Gerade die Ärmsten, die jetzt schon am Minimum leben, trifft es besonders stark. Sie haben niedrige Immunitätswerte, leben in den Favelas auf engstem Raum, durch die getroffenen Massnahmen dürfen sie nichts auf der Strasse verkaufen, viele sind Diabetiker und viele haben hohen Blutdruck; das Gesundheitswesen ist sehr prekär..... Noch dazu hat gestern, 24.3., der Präsident Jair Bolsonaro in einer Fernsehansprache behauptet, dass das Ganze nicht so schlimm sei und alles nur eine Hysterie bestimmter Gruppen und der Medien sei!

Wie es mit einem Österreich-Besuch heuer wird, kann ich noch nicht sagen. Eigentlich wollte ich ja früher kommen – Mitte Juni – , wegen einer Hochzeit in der Familie, aber das wird sich wahrscheinlich nicht aus gehen. Habe zwar schon das Ticket, aber das allein wird mir nicht helfen.... Hier gilt es ab zu warten.“

Pfarrer Martin Römer freut sich über die vielen Spenden für die von Covid-19 am stärksten betroffenen Menschen.
P. Franz Gassner mit Mund-Nasenschutz in seiner 
Kirche in Macao.
Autor:

Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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