Kreative Ideen
Auf neuen Wegen durch den Advent

Gerhard Reitzinger, Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste, bei der Aufnahme zum Impuls für den Online Adventkalender.
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  • Gerhard Reitzinger, Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste, bei der Aufnahme zum Impuls für den Online Adventkalender.
  • Foto: Pressestelle der Diözese St. Pölten
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Die Diözese St. Pölten ermutigt alle pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der Advent- und Weihnachtszeit für die Menschen besonders präsent zu sein und sammelt kreative Angebote und Tipps der Pfarren in einer Ideenbörse.

Mit diesem Sonntag beginnt der Advent und er wird heuer in vielerlei Hinsicht anders sein als in den Jahren zuvor. Auch für Advent und Weihnachten gelten wegen der Corona-Pandemie Einschränkungen; Bewährtes, Bekanntes und Vertrautes kann vielfach nicht umgesetzt werden.

Genau auf diese besondere Situation gehen Bischof Alois Schwarz und Pastoralamtsdirektor Hans Wimmer in einem gemeinsamen Brief an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pas­­­­toralen Dienst ein: Darin ermutigen sie Pfarrer, Kapläne, Diakone und Pastoralassis­tentInnen, gerade in dieser Zeit besonders präsent zu sein. Es gelte die Orte Kirchenraum, Pfarrhaus und das Zuhause der Menschen im Blick zu haben. Besonders jetzt seien Glaube und Gottesbeziehung wichtige Stützen und Kraftquellen für viele Menschen „und wir sind gefragt und gefordert“, so Schwarz und Wimmer. In dem Brief machen der Bischof und der Direktor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Mut, kreativ zu sein, um liebgewordene Traditionen neu zu denken. Und sie machen im Schreiben konkrete Vorschläge:

  • Die Kirche soll tagsüber als Raum des Gebets und der Stille offen gehalten werden. Ein Licht im Eingangsbereich gibt ein Gefühl des Willkommenseins und der Orientierung. Das Ewige Licht erinnere an den brennenden Dornbusch und die Begegnung des Mose mit Gott mit seiner Zusage „Ich bin da!“
  • Die aufgeschlagene Bibel, Sätze der Ermutigung, Segenstexte laden ein, still zu werden, in das Gebet zu finden.
  • Frauen und Männer in der Pfarre können selbstgemachte Adventkränze zum Verkauf anbieten.
  • Die Pfarre könne Gläubige einladen, ihren Adventkranz in die Kirche zu bringen, wo dieser vom Pfarrer, Kaplan, Diakon oder PastoralassistentIn gesegnet wird.
  • Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Pfarre Weihwasserfläschchen, einen Text zur Adventkranzsegnung (einen solchen finden Sie auch auf Seite 10 dieser Ausgabe), eine Missionskerze der Kath. Frauenbewegung zum Mitnehmen vorbereitet.
  • Ein Licht im Pfarrhof oder eine Kerze im Pfarrhoffenster können Zeichen sein, dass die „Seelenapotheke“ der Gemeinde geöffnet hat.
  • Ein benötigter Zuspruch, ein Beichtgespräch, ein offenes Ohr sollen nach Vereinbarung immer möglich sein.
  • Beziehungen sollen gerade jetzt gepflegt werden: Jeder kennt einen Menschen, der sich über einen Telefonanruf freut. Eine einfache Dienstleis­tung oder ein Gespräch über den Zaun halten das Feuer des Zusammenhalts lebendig. Die Pfarre als Kirche vor Ort soll Zeichen und Werkzeug des größeren Miteinanders sein.
  • Die Pfarre soll auch auf überpfarrliche Angebote hinweisen, wie etwa auf die Telefonseelsorge, die unter der kos­tenlosen Nummer 142 rund um die Uhr erreichbar ist.


Neue Online-Plattform der Pastoralen Dienste

Ideen, Anregungen oder Denkanstöße für Advent und Weihnachten sammeln die Pastoralen Dienste auf der eigens angelegten Website „Ideenbörse zu Advent und Weihnachten“. In der Diözese sei der Reichtum an Ideen, kirchliches Leben voranzubringen, groß, heißt es da. Die Ideenbörse soll auch als Austauschplattform von Pfarren für Pfarren dienen. Gesammelt werden Vorschläge, Angebote, Impulse oder Tipps zu den thematischen Schwerpunkten wie Gottesdienste, Haus­kirche, Nikolaus, Herbergsuche, Heiliger Abend oder Krippenandacht. Eine Auswahl an Ideen in unseren Pfarren lesen Sie im Kasten rechts. Beispielgebende Projekte können an die E-Mail-Adresse pd.leitung@kirche.at geschickt werden, wo sie sortiert und online gestellt werden.

Online-Advent- und Weihnachtskalender

Auf dem Weg durch die Advent- und Weihnachtszeit bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pastoralen Dienste auch einen Online-Advent- und Weihnachtskalender mit biblischen Impulsen und persönlichen Gedanken an und laden dazu ein, selber Boten der „Guten Nachricht“ zu werden. In einminütigen Kurzvideos werden vom 28. November bis 10. Jänner Sehnsucht, Mut und Hoffnung geteilt. „Ich freue mich, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pastoralen Diensten Boten, Engel, VerkünderInnen dieser Frohbotschaft sind: In den Tagen des Advents und in der Weihnachtszeit auch im Internet!“, so Gerhard Reitzinger, Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste. Mit den Beiträgen wird jeweils kurz vor 8 Uhr in den Tag gestartet. Sonja Planitzer

Abrufbar sind die Kurzvideos auf:
Homepage der Pastoralen Dienste:
www.pastoraledienste.at
Youtube: https://www.youtubecom/user/ dioezesestpoelten/videos;
Facebook: www.facebook.com/dioezese.stpoelten;
Instagram: https://www.instagram.com/ dioezese_st._poelten

Kreative Ideen für die kommenden Wochen

Hier eine Auswahl an konkreten kreativen Ideen und Angeboten unserer Pfarren, Stifte und kirchlichen Organisationen für die Advent- und Weihnachtszeit.

Adventkranzsegnung. Im Stift Altenburg haben Abt Thomas Renner, P. Robert und P. Ambros 300 Flaschen mit Weihwasser befüllt, diese können gemeinsam mit einem Feiertext bzw. einer Anleitung zum Selbersegnen in der Bäckerei Wögenstein, in der Ordination von Dr. Peter Mies und in der Stiftskirche abgeholt werden.

E-Mail-Adventkalender: Das Katholische Bildungswerk (kbw) der Diözese St. Pölten hat einen Wegweiser durch die Advent- und Weihnachtszeit für die Zeit vom ersten Adventsonntag bis zum Dreikönigstag erarbeitet: Interessierte, die sich unter bildung@kirche.at anmelden, erhalten täglich Bildungsimpulse über die Bräuche und die Bedeutung des Weihnachtsfestkreises an ihre E-Mail-Adresse.

Adventfenster. In der Gemeinde Wolfpassing im Pfarrgebiet von Steinakirchen gestalten auf Initiative von Corinna Berger 24 Familien im Advent ein Fenster auf ihre Weise. Ein Beispiel: Mit Bibelfiguren wird das Herbergsuchen nacherzählt. Mit der Aktion wollen die Wolfpassinger einander im Advent Freude machen.

Adventbotschaft. In der Pfarre Amstetten-Herz Jesu gestalten Familien oder Einzelpersonen jeden Tag auf der Facebookseite der Pfarre Videobeiträge zum Advent.

Adventsprüche. Die Betriebsseelsorge Heidenreichstein gestaltet die Fenster weihnachtlich und bereitet Adventsprüche vor, die von Interessierten „gepflückt“ werden können.

Gottesdienst-Besuch. Die Pfarre Purgstall lädt zum Kirchenbesuch ein. Auf dem Tisch im Mittelgang der Kirche liegen für die Gläubigen Texte mit Anregungen zum Gebet sowie das Sonntagsevangelium bereit, für Kinder gibt es Bilder zum Ausmalen. Die Kirche ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet.

Nikolaus kommt digital. In der Herz-Jesu-Pfarre Gmünd kommt der Nikolaus heuer via WhatsApp. Interessierte können sich im Vorfeld unter der Telefonnummer 0676/5859106 anmelden. Am 6. Dezember schickt der Nikolaus via WhatsApp um 17 Uhr eine Grußbotschaft. Vorher können Nikolaussackerl vor die Tür gestellt werden.

Post an den Nikolaus. Das Jungscharteam der Pfarre Grafenschlag lädt alle Kinder ein, vom Nikolaus ein Bild zu malen, ein Gedicht zu verfassen und in einem mit Namen und Adresse versehenen Brief im Briefkasten im Pfarrhof abzugeben. Als Belohnung gibt es ein Nikolaussackerl.

Kripperl to go. Die Jungschar der Pfarre Mautern bietet kleine Krippen in Nussschalen. Zu finden sind diese im Eingangsbereich der Mautener Stadtpfarrkirche zum Preis von 5 Euro (Kripperl) und 7 Euro (Zimtsterne).

Gerhard Reitzinger, Geistlicher Leiter der Pastoralen Dienste, bei der Aufnahme zum Impuls für den Online Adventkalender.
Tina und Tessa Berger vor einem adventlich gestalteten Fenster in Wolfpassing.
Autor:

Sonja Planitzer aus Niederösterreich | Kirche bunt

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