Holocaust

Beiträge zum Thema Holocaust

Kirche hier und anderswo

Weltkirche
Shoa-Gedenken - 27. Jänner

„Die Trauer um die Millionen ermordeten Menschen, um zerstörte Leben und Lebensentwürfe ist für uns immer auch verbunden mit dem entschiedenen ‚Nie wieder!‘.“ Diese Worte findet die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, der jährlich am 27. Jänner begangen wird. Im Vorjahr forderte Papst Franziskus anlässlich des Holocaust-Gedenktages ein Ende von Antisemitismus und „jeder Form religiöser Verfolgung“. „Bekräftigen wir...

  • 14.01.26
Kommentare & Blogs

Offen gesagt - Katharina Renner, Vizepräsidentin
Orte des Mut-Machens

Am 2. August war der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma – warum sind solche Gedenktage wichtig? Die systematische Vernichtung von ethnischen Minderheiten kam nicht plötzlich über Nacht. Jahrzehntelange systematische Diskriminierung und Herabwürdigung, die Betroffene in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld spürten, waren Vorläufer des grausamen Vernichtungsprogramms der Nazis. Derartige Attacken auf die Menschenwürde, egal in welcher Form, und sei sie noch so subtil, dürfen nie...

  • 12.08.25
Kirche hier und anderswo
„Schicksal unbekannt“: In der Grazer Sackstraße Nr. 16, unweit eines mehrstöckigen Traditionskaufhauses, erinnern zwei Stolper-steine an ein vertriebenes Kaufmanns-Ehepaar. Im Juni 1939 musste Maria Dicker Graz verlassen und kam, so wird vermutet, in eine sog. „Sammel-wohnung“ nach Wien. Ihr Schicksal und das ihres Ehemanns Michael ist bis auf 
Weiteres unbekannt. Quelle: stolpersteine-graz.at | Foto: Neuhold
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Geschichte
Stolpern lernen. Shoa-Gedenken in der Steiermark

Gedenken an den Holocaust ("Shoa") am 27. Jänner: Auf Straßen und Plätzen verlegte Stolpersteine mahnen – auch in der Steiermark. Sie vergolden jedes Kopfsteinpflaster und verlangsamen die Schritte derer, die sie erblicken: Stolpersteine, von denen es bereits mehr als 109.000 in über 30 Ländern gibt. Jeder einzelne ist Teil des größten dezentralen Mahnmales der Welt (Näheres diesmal auch in POSITIONEN). Niederschwellig aber sichtbar „Angefangen hat es mit einer Farbspur, mit der ich an die...

  • 22.01.25
Geschichtliches & Wissen

Glaube an liebenden Gott nicht verloren
Ineinander verwoben

Am 17. Jänner feiern die christlichen Kirchen den 26. Tag des Judentums. Es geht um das Lernen der fremden und eigenen Geschichte, Verantwortung und Sorge um eine gemeinsame Zukunft. Der jüdische Schriftsteller Joseph Roth lässt in seinem Roman Hiob den Protagonisten Mendel Singer, als dieser nach vielen Schicksalsschlägen den Glauben an den liebenden Gott verloren hat, sagen: „Gott ist grausam, und je mehr man ihm gehorcht, desto strenger geht er mit uns um.“ Es ist die Geschichte eines...

  • 08.01.25
Kirche hier und anderswo

Holocaust-Gedenken
Zivilcourage ist Widerstand

Mauthausen. Ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an Befreiung. Kirchenvertreter haben bei einem Ökumenischen Gottesdienst im Rahmen der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen am 7. Mai zu mehr Zivilcourage aufgerufen. „Zivilcourage ist Widerstand gegen jede Form der Diskriminierung“, betonte der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka in seiner Predigt. „Vernichtungsphantasien beginnen mit Diskriminierung: Wenn sich eine Gruppe über die andere stellt,...

  • 10.05.23
Kirche hier und anderswo

Holocaust-Gedenken
Zuerst ist es Abneigung

Holocaust-Überlebender mahnt, die Erinnerung wachzuhalten. Er glaubt an die Kraft der Wahrheit. Der Holocaust-Überlebende Leon Weintraub (97) mahnte: „Man darf kein Ende des Erinnerns machen, sondern es ist notwendig als Mahnung und Warnung, damit so etwas nie wieder geschieht“, sagte Weintraub im Interview. „Es gibt ja kaum ein Ereignis in der Weltgeschichte, das so genau dokumentiert ist wie die zwölf Jahre der Hitlerherrschaft, nicht zuletzt durch die Täter selbst“, sagte er....

  • 03.05.23
Kirche hier und anderswo

Antijudaismus aufbrechen

Zum Holocaust-Gedenktag weist Bischof Manfred Scheuer auf die Mitschuld der Kirche hin. Das Aufbrechen des jahrhundertelang praktizierten Antijudaismus durch die Kirche ist für den Linzer Bischof „eine bleibende Aufgabe“: „Die Kirche sieht ihre unsagbaren Verstrickungen und ihren Anteil von Schuld am Antisemitismus der Nationalsozialisten.“ Diese Mitschuld „kann nicht ungeschehen gemacht werden“, betonte Scheuer, der in der Österreichischen Bischofskonferenz für den Kontakt zum Judentum und das...

  • 01.02.23
Kirche hier und anderswo

Holocaust
Der Papst der schwieg, aber handelte

Historiker mit neuen Forschungsergebnissen zu Papst Pius XII. Verhalten im Zweiten Weltkrieg. Papst Pius XII. (1939–58) hat tausende Juden gerettet und wusste schon früh vom Holocaust. Das kann jetzt der deutsche Historiker Michael Feldkamp mit Befunden aus den vatikanischen Archiven nachweisen, wie er im Interview mit Radio Vatikan erläuterte. So habe der Pacelli-Papst schon im März 1942 – zwei Monate nach der Wannsee-Konferenz – eine Botschaft an US-Präsident Roosevelt gerichtet. Darin habe...

  • 02.02.22
Menschen & Meinungen
Die Familie Pressburger im Jahr 1939, bereits in der Emigration, hier in Zagreb: Gertrude (Mitte) mit den Eltern Ernst und Gisela sowie den Brüdern Josef und Heinz Peter (v. l.). | Foto: Privat
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Im Gedenken an Wiener Holocaust-Überlebende
Wiens diözesane Medien veröffentlichten als Erste die Geschichte von Frau Gertrude

Die Wiener Holocaust-Überlebende Gertrude Pressburger ist am Freitag, 31. Dezember 2021, nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 94 Jahren gestorben. Eine Sendung auf radio klassik Stephansdom machte die Überlebens-Geschichte von Pressburger erstmals bekannt. Die zunehmende Polarisierung Österreichs im Präsidentschaftswahlkampf 2016 brachte Gertrude Pressburger dazu, sich in einem fünfminütigen Facebook-Video an junge Leute zu wenden, vor politischem Hass zu warnen und sie aufzufordern,...

  • 01.01.22
Gesellschaft & Soziales

Holocaust-Gedenkstätte in Neusiedl am See
Wichtige Erinnerung an vierzig Namen

An vierzig Opfer des NS-Regimes aus Neusiedl am See wird auf einer neu errichteten Gedenktafel namentlich erinnert. Der Verein „Neusiedler Stadtarchiv“ hat sich ausführlich mit der nationalsozialistischen Geschichte des Ortes beschäftigt und die Errichtung einer Holocaust-Gedenktafel initiiert. Diese wurde nun in einem würdevollen Rahmen im Kirchenpark von Neusiedl am See gesegnet. Die vierzig Neusiedler Opfer des NS-Regimes werden auf der Gedenktafel namentlich genannt. Der Judenstern, das...

  • 21.07.21
Gesellschaft & Soziales

Buchtipp: Mit 14 Jahren im KZ
Versöhnung statt Rache

P. Jakob Mitterhöfer SVD hat ein Buch über seinen Freund Marcello Martini geschrieben, der als 14-Jähriger in die Fänge der SS geriet und das Konzentrationslager Mauthausen überlebte. Das Buch beschreibt Martinis Leben und seine große Geste des Verzeihens. Er war für mich wie ein älterer Bruder“, sagt Pater Jakob Mitterhöfer SVD über seine Beziehung zu Marcello Martini, der vor zwei Jahren im 90. Lebensjahr verstorben ist. Nun hat er über das erschütternde Schicksal seines Freundes ein Buch...

  • 26.02.21
Gesellschaft & Soziales

Roma-Gedenktag am 2. August
Gedenken an ermordete Sinti und Roma

Bei Gedenkveranstaltungen am Roma-Gedenktag wurde europaweit vor Menschenverachtung und neuem Nationalismus gewarnt. Der Wiener Weihbischof Franz Scharl kündigte eigene Seelsorge für die betroffenen Volksgruppen an. In vielen europäischen Staaten ist am Sonntag, 2. August, an die Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma während der NS-Zeit erinnert worden. Der Roma-Gedenktag findet alljährlich am Jahrestag der Ermordung der letzten 3.000 Roma und Sinti in den Gaskammern von...

  • 05.08.20
Geschichtliches & Wissen

Kirche in aller Welt
Vatikan öffnet Archive zum Pontifikat Papst Pius’ XII.

Geschätzte 16 Millionen Seiten Material zum Pontifikat des Pacelli-Papstes aus sechs vatikanischen Archiven werden am 2. März für die historische Forschung geöffnet. Die Erwartungen sind hoch, für manche aber auch überzogen. Am 2. März öffnet der Vatikan seine Archive zum Pontifikat von Papst Pius XII. (1939-1958). Entsprechend stark ist das Interesse. Von den maximal 60 Arbeitsplätzen im Arbeitssaal des Apostolischen Archivs stehen etwa 30 für das neu zugängliche Archivmaterial bereit....

  • 26.02.20
Gesellschaft & Soziales
Professor Dr. Gerald J. Steinacher, Professor für Geschichte an der Universität von Nebraska-Lincoln, referierte vor zahlreichen Interessierten im Hohenemser Salomon Sulzer Saal. Eingeladen hatten ÖGB Vorarlberg, Jüdisches Museum Hohenems, Frauenmuseum Hittisau, Renner Institut Vorarlberg, Johann-August-Malin Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Christentum und Sozialdemokratie, erinnern.at sowie das Katholische Bildungswerk. | Foto:  Katholische Kirche Vorarlberg / Wolfgang Ölz
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Internationaler Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner 2020
Wie NS-Täter fliehen konnten

Am 27. Jänner jährte sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zum 75. Mal. Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktages referierte der Historiker Gerald J. Steinacher am Montag dieser Woche im Hohenemser Salomon Sulzer Saal über die Fluchtrouten von NS-Tätern nach 1945. Das KirchenBlatt hat zudem bei Kirchenhistorikern wegen der bevorstehenden Öffnung von Vatikanarchiven aus dieser Zeit nachgefragt. Wolfgang Ölz Gerald Steinacher, geboren 1970 in St. Johann in...

  • 31.01.20
Gesellschaft & SozialesPremium

Am 27. Jänner 1945 erreichten Einheiten der sowjetischen Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Vor 75 Jahren: Befreiung von Auschwitz

Insgesamt befreite die Rote Armee 7.500 noch lebende Häftlinge. 1,1 Millionen Menschen, vor allem Juden, waren zwischen 1940 und 1945 im KZ ermordet worden. Die Erinnerung an dieses Grauen dürfe nicht verloren gehen, mahnte Papst Franziskus am Holocaust-Gedenktag auf Twitter. Das Gedenken helfe, „nicht gleichgültig zu werden“, schrieb Franziskus. Schon beim Mittagsgebet am Sonntag davor betonte der Papst: „Jeder muss im eigenen Herzen sagen: ,Nie wieder!‘“ „Niemals“ und „Nie wieder“ „Niemals“...

  • 29.01.20

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