Holocaust-Gedenkstätte in Neusiedl am See
Wichtige Erinnerung an vierzig Namen

Wichtiges Zeichen gesetzt. (V.l.n.r.) Andreas Sarközi (GF Kulturverein österreichischer Roma), Katharina Graf-Janoska (Moderatorin, Journalistin, Schriftstellerin), Manuela Horvath (Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt), Michael Wüger (Stadtpfarrer in Neusiedl am See und designierter Generalvikar der Diözese Eisenstadt), Christian Klippl (Obmann Kulturverein österreischischer Roma).
  • Wichtiges Zeichen gesetzt. (V.l.n.r.) Andreas Sarközi (GF Kulturverein österreichischer Roma), Katharina Graf-Janoska (Moderatorin, Journalistin, Schriftstellerin), Manuela Horvath (Leiterin der Romapastoral der Diözese Eisenstadt), Michael Wüger (Stadtpfarrer in Neusiedl am See und designierter Generalvikar der Diözese Eisenstadt), Christian Klippl (Obmann Kulturverein österreischischer Roma).
  • Foto: Zug
  • hochgeladen von Redaktion martinus

An vierzig Opfer des NS-Regimes aus Neusiedl am See wird auf einer neu errichteten Gedenktafel namentlich erinnert.

Der Verein „Neusiedler Stadtarchiv“ hat sich ausführlich mit der nationalsozialistischen Geschichte des Ortes beschäftigt und die Errichtung einer Holocaust-Gedenktafel initiiert. Diese wurde nun in einem würdevollen Rahmen im Kirchenpark von Neusiedl am See gesegnet. Die vierzig Neusiedler Opfer des NS-Regimes werden auf der Gedenktafel namentlich genannt. Der Judenstern, das Roma-Rad und die Chiffre „T4“ zieren die Gedenktafel und stehen symbolisch für die drei Opfergruppen des Ortes: Juden, Roma und Euthanasieopfer. Mittels des auf der Tafel angebrachten QR-Codes können weitere Informationen abgerufen werden. Ein Podest bietet Platz, um Blumen, Kränze, Kerzen oder Steine abzulegen. Zum Leben der Roma in Neusiedl am See sprach die Schriftstellerin Katharina Janoska-Graf. Sie berichtete, dass Roma, die ein KZ überlebt hatten, oft ohne Dokumente sowie ohne Identität waren und aus Burgenländern auf einmal Fremde wurden. Die Neusiedler Romni sprach davon, dass die gesellschaftlichen Vorstellungen des „fahrenden Volkes“ nicht mehr zeitgemäß seien. „Wir sind Studierende, Juristen, Literaten, Pädagogen. Aber vor allem sind wir stolze Burgenländer“. Abschließend segnete Pfarrer Michael Wügner die Gedenktafel.

Autor:

Redaktion martinus aus Burgenland | martinus

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