Hochfest der Aposteln Petrus und Paulus
Meditation
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Eine Nische Hoffnung
Die Hoffnungsfahne weht mir entgegen, wenn ich eine Runde um die Mariatroster Basilika mache. Mir ist warm, nachdem ich die 216 Stufen zur Kirche hinaufgestiegen bin. Ich bin immer ein bisschen zögerlich, eine so große Kirche zu betreten. Ich fühle mich fehl am Platz, wenn ich diese riesigen Türen öffnen soll. Doch nach meiner Runde um die Kirche tue ich es schließlich doch. Immerhin bin ich deswegen hier.
Die Hoffnungsnische ist nicht schwer zu finden. Sie befindet sich dort, wo sich die meisten BesucherInnen aufhalten. Der große Anker auf dem Boden weist ebenfalls auf das zentrale Thema der Nische und im weiteren Sinne des Heiligen Jahres hin. Zwischen der Hoffnungsfahne und dem Beichtstuhl hängt eine Girlande aus bunten Zetteln mit Hoffnungsbotschaften. Kurz gesagt, in dieser Ecke gibt es viel Hoffnung zu finden. Ich nehme mir einen Bibelvers aus dem Körbchen am Tisch: Röm 8,24. Ich schlage die große Bibel, die daneben liegt, auf und lese den Vers.
Denn auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Hoffnung aber, die man schon erfüllt sieht, ist keine Hoffnung. Denn wie kann man auf etwas hoffen, das man sieht?
Römer 8, 24
Die Hoffnung in der Mariatroster Basilika ist allerdings sichtbar. In Form von Hoffnungsgedanken, Bibelversen und Symbolen. Der Begriff Hoffnung, das, was es wirklich bedeutet, kann man nicht herzeigen in einer Nische. Aber die zuversichtliche Erwartung dessen, was Gott versprochen hat, wird offenbar. Sie gründet sich auf Gottes Verheißungen, auf Christus als unsere lebendige Hoffnung und auf die Gewissheit, dass Glaube, Geduld und Vertrauen uns tragen, selbst wenn das Erhoffte noch teils unsichtbar ist.
Als ich die Basilika verlasse, weht mir erneut die Hoffnungsfahne entgegen. Ich bleibe kurz stehen und sehe, wie sie sich im Wind bewegt. Hoffnung bewegt. Und ich nehme sie mit hinaus in die Welt.
Maria Wilbrink
Die Basilika Mariatrost
Die Basilika Mariatrost, erbaut ab 1714 im Auftrag des Paulinerordens und 1999 zur „Basilica minor“ erhoben, ist ein barocker Wallfahrtsort mit zwei markanten Türmen auf dem Grazer Purberg und eine der
23 steirischen Hoffnungskirchen
im „Jahr der Hoffnung 2025“.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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