2. Sonntag der Osterzeit | 27. April 2025
Kommentar
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Der Lebensatem Versöhnung
Papst Franziskus hat sich unermüdlich für Barmherzigkeit und Versöhnung starkgemacht, hat immer wieder auf die Zärtlichkeit Gottes verwiesen und betont, dass absolut niemand von der Liebe Gottes ausgeschlossen sei. Darin ist Franziskus konsequent dem Auftrag gefolgt, den der Auferstandene den Jüngern gegeben hat. Das Geschenk der Vergebung ist eine Frucht des Heiligen Geistes und den Nachfolgern der Apostel in besonderer Weise anvertraut.
Damit ist eine hohe Verantwortung verbunden, denn die Entscheidung, ob ein Wort der Versöhnung ausgesprochen oder verweigert wird, ob jemand von seiner Schuld befreit oder darauf festgenagelt wird, hat schwerwiegende Konsequenzen. Das eine lässt aufatmen und ermöglicht Leben, das andere blockiert es und nimmt einem die Luft zum Atmen.
Jesus verbindet die Übergabe des Geistes mit zärtlichen Gesten, mit dem Hauch seines Atems und dem Angebot an Thomas, seine Wunden zu berühren. Beides hilft den Jüngern, ihre Ängste und ihre Verschlossenheit zu überwinden. Denn meist ist es ja die Angst vor weiteren Verwundungen, die dazu führt, dass wir uns hinter dicken Mauern verschanzen.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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