1. Sonntag der Fastenzeit | 9. März 2025
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Innerer Antrieb und äußere Antreiber
Wenn eine wichtige Weichenstellung für den künftigen Lebensweg ansteht, dann empfiehlt es sich, aus dem Betrieb des Alltags herauszutreten und eine Umgebung aufzusuchen, die Weite und Freiheit atmet. Das hilft bei der Unterscheidung der Geister, beim Aufspüren der eigenen Kraftquellen und beim Nachspüren seiner tiefsten Sehnsüchte. Es geht darum, die inneren Antriebe von den äußeren Antreibern zu unterscheiden, die vitalen Lebenskräfte von den lähmenden Energiefressern.
Jesus geht zu diesem Zweck in die Wüste, also an einen Ort, der mit Entbehrungen, Unwirtlichkeit und Extremerfahrungen aufwartet. Er lässt sich dabei vom Heiligen Geist führen und ist erfüllt von der Zusage, die ihm in der Taufe gegeben worden ist, dass er bedingungslos geliebt, gehalten und wertvoll ist. Sie ist die Antriebskraft, die aus der Tiefe seiner Seele entspringt und ihm Freiheit und Sicherheit schenkt.
Aber auch ein unheiliger Geist stellt ihm dort nach. Er knüpft seine Zuneigung an Bedingungen. Sattheit, Macht und Bewunderung gibt es nur um den Preis, sich seiner Kraft zu unterwerfen. Dies macht unfrei und unruhig, das eigene Glück wird von äußeren Faktoren abhängig.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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