8. Sonntag im Jahreskreis | 02. März 2025
Kommentar
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Die Demaskierung
Im Fasching ist es gern geseh’n, / lustig verkleidet auszugeh’n. / So kann ich nach Lust und Laune / mich verwandeln und ich staune, / was so alles in mir steckt, / das ich selbst noch nicht entdeckt. / Diese Erfahrung nützt uns sehr, / wenn wir sie machen temporär.
Doch manche tragen, es ist wahr, / die Maske gleich das ganze Jahr. / Und sie werden dafür blind, / wer sie selber wirklich sind. / Verbiegen sich, damit sie allen / andern Menschen gut gefallen. / Rücken sich ins beste Licht, / nur ihren Schatten seh’n sie nicht.
Die Fehler, die ich will verstecken, / kann ich beim Nachbarn auch entdecken / und haue polternd auf ihn hin, / obwohl ich um nichts besser bin. / Je mehr ich über andre klage, / desto mehr stellt sich die Frage, / ob ich an ihnen schmerzlich sehe, / was an mir selbst ich nicht ausstehe.
Um nicht den Durchblick zu verlieren, / rät Jesus, mich zu demaskieren. / Ich soll erst in den Spiegel sehen, / bevor ich anfange zu schmähen. / Wer sich kritisch selbst betrachtet, / des andren Macken nicht verachtet. / Vielmehr ist es dann umgekehrt, / sie machen ihn erst liebenswert.
So unterstreicht Jesus ganz dick: / Entscheidend ist der Herzensblick! / Ist er von gutem Geist getragen, / kannst du die Demaskierung wagen.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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