7. Sonntag im Jahreskreis | 23. Februar 2025
Kommentar
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Wie antworten wir auf den Hass?
Das schreckliche Messerattentat in Villach hat Entsetzen, Wut und Ratlosigkeit ausgelöst. Reflexartig werden seitens der Politik wie immer zwei Maßnahmen gefordert: verschärfte Bestrafung und Ausweitung der Überwachung. Doch wer glaubt wirklich, dass sich dadurch solche Ausbrüche von Hass unterbinden lassen, ohne auf deren Ursachen zu schauen?
Die Antwort Jesu auf Hass und Gewalt wird hingegen meist als naiv und weltfremd abgetan. Ihm geht es darum, diesen unheilvollen Kreislauf aufzubrechen und die Ketten des Unrechts zu lösen. Wodurch wird jemand anfällig für Radikalisierung? Weshalb wird die Lebensweise unserer westlichen Welt als Feindbild erlebt? Wer sich benachteiligt, in die Enge getrieben oder ausgeschlossen fühlt, wer keine Perspektiven sieht, keine Wertschätzung erfährt und nicht wahrgenommen wird, neigt zu gewaltsamen Überschlagsreaktionen.
Ist es da nicht weitaus realistischer und aussichtsreicher, auf solche Artikulationen von Hass und Feindschaft mit Liebe und Wertschätzung zu antworten, zu segnen statt zu verfluchen, sich um Integration und Verstehen zu bemühen statt abzuschieben und auszugrenzen?
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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