27. Sonntag im Jahreskreis | 04. Oktober 2026
Kommentar - Bibel und Leben
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Verbundenheit mit der Schöpfung
Unsere Erde ist ein kostbares Gut, das uns anvertraut ist. Sie stellt uns all das zur Verfügung, was wir zum Leben brauchen: die Luft, die wir atmen, die Nahrung, die Bodenschätze, mit denen wir unsere Lebensräume gestalten. Der heilige Franz von Assisi, dessen 800. Todestag nun begangen wird, preist im berühmten Sonnengesang die Mutter Erde, die uns Menschen erhält und trägt. Seine tiefe, respektvolle Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung kann gerade für uns heutige Menschen eine wichtige Inspiration sein. Denn wir erfahren heute in besonderer Weise, wie fragil sie ist und wie sehr wir sie durch unsere ausbeuterische Lebensweise aus dem Gleichgewicht gebracht haben.
Im Gleichnis vom Weinberg weist Jesus darauf hin, dass die Erde nicht unser Eigentum ist. Wir leben auf ihr wie Pächter und tragen Verantwortung dafür, sie nachhaltig zu bewirtschaften. Die Erträge ihrer Ressourcen sind nicht da, damit wir uns selbst an ihnen bereichern, sondern um sie so einzusetzen, dass für alle ein gutes Leben möglich ist – auch für ihre Erben, die künftigen Generationen.
Die Früchte des Reiches Gottes sind Gerechtigkeit, Friede, Solidarität, Wertschätzung, Achtsamkeit,
Leben in Verbundenheit.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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