Christkönigssonntag | 23. November 2025
Kommentar - Bibel und Leben
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Was macht zum König?
Das Passionslied „O Haupt voll Blut und Wunden“ endet mit der Feststellung: „Wer so stirbt, der stirbt wohl.“ Am Christkönigssonntag wird uns das Sterben Jesu vor Augen gestellt. Und die Reaktionen der Menschen darauf fallen höchst unterschiedlich aus.
Die Machthaber lachen sich ins Fäustchen, ihr Kalkül scheint aufzugehen. Wer als Verbrecher stirbt, kann nicht der Auserwählte Gottes sein. Die Soldaten greifen zum Zynismus, um die Brutalität der Hinrichtung leichter zu ertragen. Auch der eine Schächer benützt den Spott, um sich von seiner aussichtslosen Lage abzulenken. Sie alle fordern Jesus auf: Rette dich selbst! Dann würde alles beim Alten bleiben.
Der andere Schächer hingegen erkennt die Größe und Souveränität, mit der Jesus seinem Tod entgegenblickt. Er kann sich an ihm aufrichten und erfährt Trost. Er spürt wohl: Wer so stirbt, der sieht weiter, über den Tod hinaus. Auch der römische Hauptmann findet im Miterleben des Todes Jesu tief erschüttert zur Gewissheit: Dieser Mensch war ein Gerechter.
So zeigt sich gerade im Sterben Jesu sein königliches Wesen, sein fester Halt in Gott. Wer mit dem Ausblick auf das Paradies sterben kann, der stirbt wohl.
Alfred Jokesch
alfred.jokesch@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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