Zeit für Kirche - Mein Ehrenamt | Teil 04
Wirkliches Leben gelingt (nur) in der Begegnung

Es schmeckt immer. Wenn Agnes Schalk mit der KFB die Agape übernimmt, kommen viele besonders gern.
  • Es schmeckt immer. Wenn Agnes Schalk mit der KFB die Agape übernimmt, kommen viele besonders gern.
  • Foto: Pfarre Hitzendorf
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Als Überthema ihres Lebens versteht Agnes Schalk je länger desto mehr ein bekanntes Zitat von Martin Buber: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“ Die 60-jährige Volksschullehrerin, die seit 1937 in Stallhofen unterrichtet, sieht in ihrer Arbeit in der Katholischen Frauenbewegung ein „In-Beziehung-Leben“. „Ich treffe bei Veranstaltungen, wie es die 60-Jahr-Feier der Katholischen Frauenbewegung heuer im Jänner war, Frauen, die ich schon seit 25 Jahren kenne. Wir bestärken uns, das sind meine Gleichgesinnten, meine Weggefährtinnen.“ Schwerpunkte: Die Spiritualität bei Feiern spüren. Gemeinschaft erleben. Aktuelle Veranstaltungen der KFB in der Pfarre, wie der Suppensonntag, der gerade erledigt ist.

Ein Rückblick auf einen Weg, der viel Segen bewirkt hat. „Den ich aber nicht allein gegangen bin“, betont Agnes Schalk nachdenklich. Sie will nicht in der Vordergrund treten, denn „andere sind sicher würdiger“, und: „Eine allein kann das nicht bewirken.“ Was entstehen konnte seit dem Beginn der Arbeit der Katholischen Frauenbewegung in Hitzen-dorf, ist tatsächlich beachtlich. Zur Runde, die mit Hand anlegt, wenn in der Pfarre etwas anfällt, gehören heute immerhin um die 100 Frauen. Bei der Gestaltung von großen Festen, Jubiläen oder bei Agapen, wie etwa bei der Erstkommunion oder dem Erntedankfest, da helfen viele mit. „Ich hab immer Frauen, die da sind, wenn bei solchen Veranstaltungen die anderen schon lange gegangen sind und wenn zum Schluss der Abwasch fällig ist.“ Wenn plötzlich ein paar Kisten an Getränken fehlen mitten in einer Veranstaltung, greifen natürlich auch Männer zu. So gelingt es eben, spontan das Nötige zu organisieren.

Ihre langjährigen Kontakte innerhalb von Pfarre und Gemeinde kommen Agnes Schalk dabei sehr zugute. Durch ihren Beruf kennt sie viele Leute schon aus der Zeit, als sie bei ihr in die Schule gegangen sind. Momentan freut sie sich auf die heurige Erstkommunion. Auch wieder eine Feier, die Menschen durchaus beeindrucken kann. „Ein Opa hat sich einmal bei uns gemeldet, um uns wissen zu lassen, dass er sich bei unseren Agapen immer ganz besonders wohl fühlt. So schön wie bei uns wäre es nirgends, hat er gemeint“, erzählt Agnes Schalk mit einem leichten Schmunzeln.

Die Anerkennung der Menschen für die Arbeit in der Pfarre tut gut. Das Programm der Frauenbewegung ist aber auch inhaltlich ambitioniert, und bei Veranstaltungen soll Interessantes geboten werden. Unterschiedliche Akzente spielen dabei eine Rolle. Bildung, aber auch eine spirituelle Ausrichtung: Neu ist ein Gebetskreis in der Pfarrkirche alle 14 Tage am Sonntag. Die Dekanatsbildungstage der Katholischen Frauenbewegung bieten Agnes Schalk schon seit jeher einen Treffpunkt, um Kontakte zu pflegen.

Gisela Remler

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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