Engagementförderung
Wichtige Impulse
- Elisabeth Glatz (Bildmitte) ist seit zwei Jahren Engagementförderin im Seelsorgeraum Vorau. Im Bild beim SR-Ehrenamtsfest.
- Foto: privat
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Elisabeth Glatz über den Beginn eines Ehrenamts.
Wie kommen Menschen zu einem Ehrenamt?
Der Weg ins Ehrenamt beginnt oft mit einem Gespräch. Viele werden direkt gefragt – dieses persönliche „Auf-die-Menschen-Zugehen“ ist wertvoll, weil es Vertrauen schafft und Hemmschwellen abbaut. Damit solche Gespräche überhaupt entstehen können, müssen unsere Gruppen und Angebote sichtbar sein. Wenn Menschen sehen, was möglich ist, fällt es leichter, selbst aktiv zu werden oder andere anzusprechen.
Die bestehenden Gruppen im Seelsorgeraum Vorau sind dabei von großer Bedeutung. Ob Arbeitskreis, Frauenbewegung oder Jugendgruppen – sie gestalten Gemeinschaft und tragen wesentlich zum Miteinander bei. Das Ehrenamt lebt von der Offenheit, die in diesen Gruppen spürbar ist.
Wie förderst du den Informationsfluss über ehrenamtliche Möglichkeiten?
Wir setzen da im Seelsorgeraum Vorau auf eine breite Kommunikationsstrategie. Klassische Kanäle wie Pfarrblätter, Gottesdienstordnungen, Verlautbarungen in der Kirche und das Seelsorgeraumblatt sind nach wie vor sehr wichtig. Sie erreichen viele Menschen direkt und regelmäßig.
Digital sind wir über die Seel-sorgeraum-Website und die Pfarr-websites präsent. Dort gibt es den Bereich „Mitgestalten & Ehrenamt“, in dem alle wichtigen Informationen gesammelt werden. Wir nutzen auch Social Media und lokale Info-Apps, um unkompliziert und aktuell zu informieren. Und es gibt Ehrenamtssprechstunden und Austauschveranstaltungen.
Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht?
Ich erlebe, dass Sichtbarkeit wirkt: Menschen melden sich, weil sie sich angesprochen fühlen – sei es durch einen Social-Media-Post oder ein persönliches Gespräch. Manche bringen ihre Talente in bestehende Gruppen ein, andere kommen mit ganz neuen Ideen. So entstehen Initiativen, an die wir vorher gar nicht gedacht hätten.
Ein aktuelles Beispiel ist die Idee einer Demenzgruppe, die von Ehrenamtlichen selbst eingebracht wurde. Sie haben nicht nur den Impuls gegeben, sondern leiten die Gruppe nun auch mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen. Solche Impulse zeigen, wie sehr Kommunikation dabei helfen kann, Menschen zu verbinden und das Pfarrleben zu bereichern!
Interview: B. Krotil/J. Rust
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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