Konflikte einkochen | Teil 02
Warenkunde

Rezepte zur Streitbeilegung

Jeder hat Konflikte, aber niemand spricht gerne darüber. Oft bemerkt man es spät, oder es fällt schwer, sich einzugestehen, dass man in der Familie, mit einem Freund oder mit Kollegen einen Streit ausficht.

Die Kennzeichen dieser zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen sind oft ähnlich:

  • Man spricht nicht mehr gerne oder gar nicht miteinander. Wenn es zu einem Gespräch kommt, hagelt es Vorwürfe, und es lauern stets Missverständnisse. Man meidet einander und spricht – wenn überhaupt – lieber mit Dritten über das Problem.
  • Man sieht den Anderen in einem veränderten Licht. Gedanken wie „Wie konnte ich mich nur so in ihr täuschen“ treten in den Vordergrund und lenken den Blick auf zurückliegende Geschehnisse.
  • Man hat das Gefühl, dem Anderen nicht mehr über den Weg trauen zu können. Vieles scheint von der einst vertrauten Person nun in böswilliger Absicht getan zu werden.

Zu Beginn ist es meist kaum merkbar, dass man sich auf einem Konflikt-Weg befindet: Gespräche werden schwieriger und enden ohne Ergebnis. Dann kann der Konflikt aber rasch – Schritt für Schritt – eskalieren. Und ehe man sich versieht, ist der gemeinsame Spaziergang zum Kriegspfad geworden. Im schlimmsten Fall kann der Konflikt im gemeinsamen Untergang enden.

Versuchen Sie einen Ausweg zu finden! Weg von dem, was geschehen ist. Hin in Richtung konstruktiver Gesprächsbasis. Ist das nicht mehr möglich, sollten Sie die Hilfe eines Experten (Mediators) suchen. Denn die giftigen Substanzen eines Streits können Ihrer Gesundheit großen Schaden zufügen!

Wenn Sie jedoch rechtzeitig die Stopp-Taste drücken und die Rezepte kennen, um einen Konflikt richtig einzukochen, dann können Sie auch aus den giftigsten Ausgangsstoffen ein stärkendes Gericht zubereiten.

Ziele formulieren: Ein Appetithäppchen

Eine kleine Übung als Appetithappen soll Ihnen vor Beginn der Konfliktarbeit helfen, Ihr Ziel genau zu definieren. Dadurch wird es Ihnen leichter fallen, die richtigen Rezepte für Ihr Problem auszuwählen.

Stellen Sie sich vor, Ihr Konflikt ist gelöst. Alle Beteiligten sind noch da, aber es gibt keinen Streit mehr. Sie werden sich zuerst wundern, wie das geschehen konnte. Aber dann merken Sie, dass sich einiges verändert hat.

Der Wunsch/das Ziel sollten positiv formuliert sein. Wenn Sie Freude dabei empfinden, es zu lesen, und motiviert sind, das Ziel zu erreichen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg. Achten Sie darauf, dass Sie selbst etwas dazu beitragen können, Ihren Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Die Möglichkeit, Ihr Ziel zu erreichen, sollte nicht nur in der Hand anderer Menschen liegen.

Damit haben Sie die Vorbereitungen erledigt. Jetzt können Sie den Kochlöffel in die Hand nehmen, die passenden Rezepte auswählen und Ihren Konflikt einkochen!

 

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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