Advent Aktionen | Teil 04
… und du wirst finden Wunder über Wunder

Wie eine gute Ernte liegt sie hinter ihnen – die 3-wöchige erfolgsgekrönte Jubiläumsausstellung – 25 Jahre Krippenfreunde Oststeiermark unter dem Titel „Faszination Krippe“, die 6000 Besucher nach Stubenberg lockte. Der Verein, der 1988 mit nur 13 Mitgliedern seine Tätigkeit begann, ist derzeit auf rund 200 angewachsen und schafft es immer wieder, Menschen für das Krippenbauen zu begeistern.

Der Stubenberger Krippenweg gliederte sich in drei Ausstellungen mit 200 sehenswerten Exponaten – einem Querschnitt 25-jähriger Vereinsarbeit. Beginnend im Schloss mit dem Schwerpunkt „Geburt Jesu“, die in vielfältiger Weise in Joglland-, Maisstroh- und Betlehemkrippen, äthiopischen, spanischen, afrikanischen Landschaftskrippen, Reliefdarstellungen, lebensgroßen Lianenkrippen sowie Kastenkrippen aus dem Barock und Nagelschmiedkrippen dargestellt wurde.

Ein stimmungsvolles Ambiente, übergroße 
Sterne, Weihnachtsbäume, Misteln, Moos und unzählige Kerzen zierten den Weg zum barocken Pfarrhof, wo „Schnitzkunst“ von Ma-
ria Verkündigung, Taufe Jesu, über Bacchus und Satyr, viele Heiligenskulpturen – Mariazeller Muttergottes, Barbara, Urban, Klosterarbeiten – bis hin zu einem Querschnitt kunstvoller „Ikonenmalerei“ dem Besucher näher gebracht wurde.

Gut und gerne angenommen wurde die Labestelle im Pfarrhof mit Punsch, Kletzenbrot und „Gloriawasser“ – ebenso der Basar mit Selbstgebasteltem, dessen Erlös zugunsten der Ausbildung eines Blindenführhundes verwendet wird. Den Höhepunkt fand die Ausstellung in der Kirche mit der „Passion Jesu“ in zahlreichen Darstellungen vom Einzug in Jerusalem bis hin zur Auferstehung, dekoriert mit Karfreitagsratschen, Palmbuschen und Dornenzweigen. So schloss sich der Kreislauf zwischen Geburt und Vollendung.

Workshops wie „Kinder bauen Weihnachtskrippen“, Panflötenvirtuose Wolfgang Niegelhell und die Blindenführhunde, Schnitzen, Ikonen malen, Vorträge, Adventlieder rundeten die überaus beliebte Ausstellung bei offenem Feuer in der Kaminstube ab. Dr. Harald Moser, leidenschaftlicher Krippenbauer, zog mit seinem Vortrag „Pilgerstätten in Israel“ die Ausstellungsbesucher in seinen Bann.

„Die lebhaften Reaktionen der Besucher haben gezeigt, dass wir mit unserem Tun das weihnachtliche Geschehen weitervermitteln“, erklärt Obfrau Waltraude Lechner. Einer nannte es das Eintauchen in das Wunder der Weihnacht in einer zauberhaften Umgebung, andere lobten es als meisterliche Darstellung der Geburts- und Wohnstätten des Heilands und fanden es schön, weihnachtliche Gefühle und Gedanken vorwegzunehmen.

Ab Jänner 2014 laden die Krippenfreunde Oststeiermark wieder in ihre Krippenwerkstatt, ins alte LKH nach Hartberg, wo man sich bereits lange vor dem Advent mit Gleichgesinnten unter Anleitung auf Weihnachten vorbereiten kann – beim Bauen der eigenen Weihnachtskrippe, beim Schnitzen, Ikonenmalen, beim Fachsimpeln oder beim „Kripperlhoangart“. Der typisch tirolerische Begriff meint ein Sich-Austauschen über die Krippen.

Gisela Remler

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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