Künstliche Intelligenz erklärt | Teil 2
Hilfe oder Hürde?

Der neue OP‑Roboter „Da Vinci“ im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz zeigt am Granatapfel, wie präzise moderne Medizintechnik arbeitet. Unterstützt von KI‑basierten Assistenzsystemen hilft er ÄrztInnen, Eingriffe noch sicherer und schonender durchzuführen. 
 | Foto: Neuhold
  • Der neue OP‑Roboter „Da Vinci“ im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz zeigt am Granatapfel, wie präzise moderne Medizintechnik arbeitet. Unterstützt von KI‑basierten Assistenzsystemen hilft er ÄrztInnen, Eingriffe noch sicherer und schonender durchzuführen.
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Künstliche Intelligenz erleichtert vielen den Alltag, sorgt aber auch für Fragen. Ein Überblick, wo KI nützt und wo irritiert:

Wo KI hilft
Alltags-Held: KI kann im Alltag entlasten, indem sie Termine sortiert, Informationen strukturiert und wiederkehrende Aufgaben übernimmt, sodass NutzerInnen Zeit sparen.

Dolmetscher: Sprachmodelle übersetzen Texte, formulieren Nachrichten und vereinfachen komplizierte Formulierungen – etwa in Behördenbriefen.

Brückenbauer: Digitale Assistenzsysteme können Texte vorlesen, Schriften vergrößern oder Inhalte hörbar machen. Fachstellen für Barrierefreiheit sehen darin eine wichtige Unterstützung für Menschen mit Seh‑ oder Hörbeeinträchtigungen.

Ideen-Funke: In kreativen Prozessen liefert KI Anregungen, hilft beim Strukturieren von Projekten und unterstützt beim Auswerten großer Datenmengen. Das wird in Bildung und Forschung zunehmend genutzt.

Schutzschild: Sicherheitsprogramme erkennen verdächtige Muster, warnen vor Betrugsversuchen und filtern Spam. Verbraucherschutzstellen empfehlen solche Systeme als zusätzliche Schutzebene im digitalen Alltag.

Wo KI irritiert
Stromfresser & Monopole: Der Betrieb großer KI‑Modelle braucht viel Energie, und die Entwicklung liegt in den Händen weniger Tech‑Konzerne.

Die digitale Glaskugel: Viele Geräte oder Programme arbeiten heute mit automatischen Vorschlägen oder Voreinstellungen. Wenn Systeme Entscheidungen vorwegnehmen, kann das den Eindruck erzeugen, weniger Kontrolle über Technik zu haben.

Die Schattenseite: Betrüger nutzen KI für täuschend echte Fake-Stimmen. Zudem können Algorithmen Falschinformationen nach oben spülen.

Kultur-Frage: Weil KI Texte und Bilder automatisch erzeugen kann, stellt sich die Frage, wie sich Kreativität verändert. Maschinen haben keine eigenen Erfahrungen oder Gefühle – menschliche Perspektiven bleiben also zentral.

Die Euro-Sorge: Berichte der Europäischen Kommission zeigen, dass Europa bei einigen Zukunftstechnologien langsamer vorankommt als andere Regionen. Der Digital‑Index (DESI) der Kommission spricht von einem „Aufholbedarf“.

Maria Wilbrink

Praktisch

Zwei Anwendungen

Schritt‑für‑Schritt‑Hilfe

1. Verdächtige
Nachricht prüfen

Wenn Ihnen eine Nachricht merkwürdig vorkommt, können Sie die KI um eine Einschätzung bitten.
Kopieren Sie den Text aus WhatsApp, SMS oder E‑Mail in den KI‑Chat und schreiben Sie: „Prüfe, ob das ein Betrugsversuch sein könnte.“
Die KI zeigt typische Warnzeichen, wie unbekannte Nummern, Zeitdruck oder Geldforderungen.
Wenn sie etwas verunsichert: nichts anklicken, nicht antworten, Nummer blockieren oder E-Mail löschen.

2. Amtssprache
verständlich machen

Wenn Sie einen Brief oder ein Formular nicht verstehen, können Sie den Text in die KI eingeben.
Schreiben Sie dazu: „In einfachen Worten erklären.“
Sie können auch nachfragen: „Noch kürzer“ oder „Fremdwörter/Fachbegriffe erklären.“
Die KI formuliert komplizierte Sätze so um, dass sie leichter verständlich sind. Wichtige Entscheidungen sollten Sie aber immer mit einer realen Person besprechen.

Wer selbst testen möchte:
Zum „Copilot“ – einer kostenlosen KI‑Anwendung der Firma „Microsoft“.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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