Engagement leben | Teil 06
Hand anlegen dort, wo es notwendig ist

Einmal im Jahr begehe ich alle Gebäude“, erzählt Ing. Robert Neschmach. Von der Kirche über das Pfarrheim, den Pfarrhof bis hin zum Friedhof. Das ist etwas, wo er seine berufliche Erfahrung einbringen kann.

Sicher ein wertvolles Geschenk, denn der 41-Jährige arbeitet bei der Siedlungsgenossenschaft Ennstal als Bauleiter und stellt sein berufliches Wissen als stellvertretender Wirtschaftsratsvorsitzender der Pfarre zur Verfügung. „Ja, es ist mir sehr wichtig, mich einzubringen, einfach um den guten Zustand der Gebäude zu erhalten.“ Seine Erfahrung lässt sich wohl mit dem vergleichen, was private Besitzer an ihrem Eigenheim konsequent erledigen müssen. „Es ist eben so, dass sich da immer etwas entdecken lässt, das gerichtet werden muss“, fasst er seine Tätigkeit leicht schmunzelnd zusammen. So dass dann eben alles in Ordnung ist und bleibt.

„Äpfel stammen von einem Baum, natürlich, aber dessen Wurzel dürfen wir nicht vergessen.“ Die aktuelle kirchliche Situation vergleicht Robert Neschmach mit dem Jahresablauf und dem, was er in der Natur erlebt und sieht. Die Schöpfung ist eine beständige Freude für ihn. „Wenn ich im Frühling die Apfelbäume blühen sehe, wenn dann die Bienen kommen, dann bin ich dankbar dafür, in so einer schönen Welt leben zu dürfen.“ Auch der Herbst stellt für ihn etwas Besonderes dar. Früchte ernten, das Wunder des Lebens erleben zu dürfen. Darüber hinaus dankbar zu sein für seine beiden gesunden Töchter, eine ministriert auch. Diese Schönheit des Lebens, wo man Gott spürt, ist ihm sehr bewusst. „Ich verstecke mich nicht für meinen Glauben“, bekennt er offen. „Ich bin stolz darauf, Christ zu sein, und frage mich oft, warum wir unseren Glauben nicht wesentlich stärker in der Öffentlichkeit leben.“ Andere Religionen gehen da ganz anders vor. Aber Christen komme das oft altmodisch und bieder vor. Beinahe so, als müssten sie sich für ihren Glauben genieren. Dabei stelle das doch die Substanz unseres Lebens dar. „Die Feste, die wir gemeinsam feiern, gehören zu unserer Kultur dazu, verbinden uns und lassen eine Gemeinsamkeit entstehen, die viel bedeu-
tet.“

Im Pfarrgemeinderat zeige sich zur Zeit, dass auch junge Menschen sich engagieren, wenn sie angesprochen werden. Die Gemeinde insgesamt könne wieder verjüngt werden. Etwas, was Robert Neschmach deutlich machen will, ist, dass Glauben wirklich Spaß machen kann, dass die Gemeinsamkeit lustig sein kann. „Zu anonym sollte es keinesfalls sein“, meint der Ur-Deutschlandsberger.

Das nächste Großprojekt, das nun ansteht, ist die Renovierung der Pfarrkirche. Seit 1983 ist da nichts mehr passiert, und so ist klar, dass viel gemacht werden muss. Nun wird am Grundkonzept gearbeitet. Die Elektroheizung muss renoviert werden, Bänke müssen erneuert und es muss ausgemalt werden. Dabei allein bleibt es freilich nicht. Auch das Pfarrheim braucht neue Dachflächenfenster. Insgesamt wirkt Robert Neschmach wie ein guter Vater, der für die Pfarrgebäude sorgt.


Gisela Remler

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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