Zeit für Kirche - Mein Ehrenamt | Teil 12
Beim Ministart dabei zu sein macht viel Spaß

Mit Begeisterung dabei. Ingrid Hohl mit ihren Minis.

Schnitzer kommen vor, das muss Martin Milajkovic schon zugeben und bei der Erinnerung daran ein bisschen grinsen. Wenn er nicht aufpasst, kann es passieren, dass er sich Wachs in die Haare tropft beim Gehen mit dem Leuchter. Er ist schon vier Jahre lang Ministrant und beherrscht es mittlerweile schon gut, den Leuchter schön gerade zu balancieren, einmal „hätte er aber fast den Pfarrer abgebrannt“. Auch bei der Händewaschung ist aufzupassen. Ja nicht zu viel Wasser, heißt dabei die Devise.

Heute fängt Ingrid Hohl, die Verantwortliche für die MinistrantInnen in Graz-St. Peter, für Flora, die neu zur Gruppe dazu gekommen ist, noch einmal von vorn an. Ein bisschen klein ist sie noch, aber „unser Herr Pfarrer sagt, wer möchte, der darf auch kommen“. Erstes grundlegendes Thema: wie man als Ministrant richtig geht oder steht. Das ist wohl etwas ganz Besonderes, denn nicht nur wie sie gehen müssen Ministranten ganz genau wissen, sondern auch wo sie gehen. „Wie viele Ministranten gehen nebeneinander?“, fragt Ingrid Hohl gerade in die Runde. Für den Fall des Falles reicht ein einzelner in Begleitung des Pfarrers, der zweite, neben ihm, soll auf der gleichen Höhe gehen und einen guten Abstand haben zu den hinteren und zum Nebenmann. Gemeinsam mit den Älteren erklärt Ingrid Hohl der kleinen Flora auch, wie eine Kniebeuge gemacht wird, ganz genau. Das Wichtigste dabei ist leicht zu merken: „Immer in Richtung Tabernakel.“

Jetzt bekommt Flora eine eigene Mappe, wo sie einen Zettel nach dem anderen einheften kann mit dem, was ein Ministrant wissen soll, und mit dem Minikalender, damit sie den Überblick nicht verliert. Vergessen, wann man sich für den Dienst eingetragen hat, sollte man als Ministrant natürlich nicht.

Im Sommer veranstaltet die Pfarre ein Ministrantenlager auf einer Berghütte, und es wird immer wieder gemeinsam etwas Lustiges oder Besonderes unternommen: ein Passionsspiel anschauen, in den Tierpark Herberstein oder auch zu einem Sturm-Spiel gehen. Das sind die Unternehmungen, die in Erinnerung bleiben. Aber es machen eben nicht nur diese Aktionen Spaß, „denn auch der Gottesdienst ist lustig, wenn man ministriert“. So eine ganz einfache Zusammenfassung der Erfahrung.

Für die Firmung nächste Woche müssen in der heutigen Stunde noch Details gelernt werden. Es gibt ein paar Dinge, die anders sind und einer speziellen Vorbereitung bedürfen. „Was trägt der Bischof auf dem Kopf, und was hat er in der Hand?“ Zum Abchluss fällt Ingrid Hohl noch eine andere Frage ein: „Was sagt der Herr Pfarrer, bevor die Messe anfängt? Na: Unsere Hilfe ist im Herrn, und was antwortet ihr dann?“ Die Großen wissen es schon genau und antworten brav im Chor. Ministranten sind dafür da, dass es feierlich ist, erklärt Martin, und natürlich ist es schön, wenn man weiß, dass man zur Crew gehört und nicht als nur Zuschauer beim Gottesdienst dabei ist.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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