Ranten
Gemeinsames Gedenken

Ökumenische Feier beim 900-Jahr-Jubiläum der Pfarre.

Beim „Martin Zeiller Pfad“ auf dem Dorfplatz von Ranten wurde am 7. August ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Geleitet wurde er vom katholischen Pfarrer Thomas Mörtl und seinem evangelischen Kollegen Tadeusz Prokop. Walter Ofner sorgte für die musikalische Gestaltung.

Der Ort der ökumenischen Feier erinnert an eine prägende Persönlichkeit in der 900-jährigen Pfarrgeschichte von Ranten, an Martin Zeiller sen., der von 1553 bis 1600 hier als Pfarrer gewirkt hatte. In Wittenberg hatte er beim Reformator Philipp Melanchthon katholische Theologie studiert. In Salzburg wurde er 1553 zum katholischen Priester geweiht und vom Bischof von Lavant als solcher angestellt. Nach dem Augsburger Religionsfrieden 1555 durfte Martin Zeiller sein Pfarreramt in reformatorischem Sinne weiterführen und heiratete 1557 die Murauer Bürgerstochter Elisabeth Dreyer. Um 1570 ließ er an der Außenwand der Rantener Kirche den Freskenzyklus anbringen, der reformatorische Themen (Gesetz und Gnade) aufgreift. Ein Sohn Zeillers aus zweiter Ehe war Martin Zeiller jun., der ein vielseitiger Gelehrter und Reiseschriftsteller war.
Im Zuge der Gegenreformation musste die Familie Zeiller dann auswandern und ließ sich in der Freistadt Ulm nieder. 1989 waren sowohl in Ulm als auch in Ranten Werke von Martin Zeiller jun. anlässlich dessen 400. Geburtstages ausgestellt.

Der ökumenische Gottesdienst am „Martin Zeiller Pfad“ wurde, wie Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernhard Zitz in seinem Dankeswort sagte, zu einem Zeichen des Miteinanders der christlichen Kirchen in unserer Zeit.
Im Zuge des 900-Jahr-Jubiläums der Pfarre Ranten wird am 29. August, dem Sonntag nach dem Fest des Pfarrpatrons Bartholomäus, em. Erzbischof Alois Kothgasser erwartet.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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