Buch-Tipp
Um nichts Geringeres als die Würde geht es
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Ein Obdachloser kommt unerwartet zu einem Hotelzimmer, ein Leben im Widerstand bietet Stoff für ein Film-Drama, ein Vater stellt sich auf der Urlaubsinsel den dort gestrandeten Flüchtlingen, ein junges Paar ringt mit Elternschaft und Babyblues, eine hochrangige Parteifunktionärin bekommt nach gewonnener Wahl Gewissensbisse, ein Affe wirbt um die Anerkennung seiner Personwürde.
Florian Mittl legt in sieben tiefsinnigen Erzählungen treffsicher und zugleich behutsam den Finger auf wunde Punkte unserer Zeit und packt Brennpunkte der Menschlichkeit in anschauliche Miniaturen. Gespannt folgt man ihm an Orte, an denen die Würde des Menschen zur Disposition steht.
Den Erzählungen sind Farbillustrationen des Grazer Künstlers Tom Lohner vorangestellt, von dem auch das Coverbild stammt. Sie erzählen Geschichten voll Emotion, Zeitgeist und Ästhetik.
Florian Mittl, geb. 1981, studierte Theologie und Romanistik in Graz und Paris, war einige Jahre als Religions- und Französischlehrer tätig und ist derzeit Referent für neue Formen von Kirche, Seelsorger der Theologiestudierenden sowie Leiter von Kirche im Kino in Graz. Außerdem engagiert er sich im Migrations- und Flüchtlingsbereich. Pro verkauftem Exemplar werden zwei Euro an die Flüchtlingshilfe Doro Blancke gespendet.
Florian Mittl: Eine Frage der Würde. Erzählungen, 112 Seiten, illustriert, 23 Euro, Edition Keiper, Graz 2025, ISBN: 978-3-903575-57-8.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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