Positionen - Monika Prettenthaler
Alltagsübung

Angeregt von einem Video, in dem der 6-jährige Ali Sherazi die eindrücklichen Fragen eines in Indien geborenen und in den USA lebenden spirituellen Lehrers sehr lebendig vermittelt, frage ich heute: Was üben oder praktizieren wir in unserem Alltag?

Üben wir Freude? Praktizieren wir Frieden? Schauen wir liebevoll und mit Freundlichkeit auf unsere alltäglichen Aufgaben? Oder üben wir Ärger, Abwertung, Besserwisserei oder gar Wut?

Übung und regelmäßige Praxis haben ihre Wirkung – wir verinnerlichen das Geübte, und wir werden richtig gut darin!

Es ist also nicht egal, was wir üben: Es prägt die Haltung, mit der wir den Menschen und der Welt begegnen. Nehmen wir das große Schöpfungsgedicht von Genesis 1 als Anregung, das – mitten im Chaos des babylonischen Exils und der damit verbundenen existenziellen Verunsicherung – das Vertrauen auf eine ganz andere Sicht stärken möchte: die gute Ordnung der Natur und die Zusage, dass die Menschen als sehr gute Visitenkarten Gottes bleibende Verantwortung für die Schöpfung haben. Der Refrain dieses Textes wiederholt das nicht umsonst und lädt damit ein, dass wir diese Perspektive verinnerlichen und praktizieren.

Was also wollen wir üben? Jeder Tag ist dafür eine neue Chance.

Monika Prettenthaler
monika.prettenthaler@uni-graz.at

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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