Kirche Steiermark
Zeit für Dialog

Die 20. GUSEGG - Summer School der Uni Graz auf Schloss Seggau - wurde am Sonntag, 6. Juli eröffnet. | Foto: GUSEGG-Team
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„Ein Format der Zuversicht“ – so bezeichnete Walter Prügger, diözesaner Ressortleiter für Bildung, Kunst & Kultur, die zum 20. Mal stattfindende Internationale Sommerschule auf Schloss Seggau. „Angesichts der unzähligen Krisen auf unserem Planeten und einer spürbar steigenden Gereiztheit“ freute er sich bei der heurigen Eröffnungsfeier im Namen von Gastgeber Bischof Wilhelm Krautwaschl, dass „am Campus auf Schloss Seggau Jahr für Jahr die Hoffnung genährt“ wird. Die vom damaligen Bischof Egon Kapellari 2006 gestellte Frage, „Welche Ermutigung und welches Wissen brauchen junge Menschen, um die Idee eines pluralen und dennoch geeinten, eines sozialen und friedensstiftenden Europas anzunehmen und weiterzutragen?“ sei noch aktuell. Der gelebte, internationale „Dialog ist niemals eine Illusion der Schwachen“, so Prügger, „sondern vielmehr die Weisheit der Starken.“

Walter Prügger, Leiter des diözesanen Ressorts Bildung, Kunst & Kultur, begrüßte zur 20. Sommerschule in Seggau.  | Foto: GUSEGG-Team
  • Walter Prügger, Leiter des diözesanen Ressorts Bildung, Kunst & Kultur, begrüßte zur 20. Sommerschule in Seggau.
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Bei der Jubiläumsausgabe der Sommeruni im Süden diskutieren 65 Teilnehmer:innen aus 28 Ländern zwei Wochen lang über „Time, Temporality, and Transition in Europe and the Americas: State – Society – Religion“ („Zeit, Zeitlichkeit und Wandel in Europa und den Amerikas: Staat - Gesellschaft – Religion“). Der Rektor der Uni Graz, Peter Riedler hob die Diversität der Studierenden und Lehrenden hervor, problematisierte selbstkritisch das „eurozentristische“ Denken und gab den jungen, in Schloss Seggau versammelten Menschen eine – offene – Frage mit: „Was sind unsere gemeinsamen Werte?“

Uni-Graz-Rektor Peter Riedler gab zu denken mit seiner Frage: Was sind unsere gemeinsamen Werte? | Foto: GUSEGG-Team
  • Uni-Graz-Rektor Peter Riedler gab zu denken mit seiner Frage: Was sind unsere gemeinsamen Werte?
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Dass es für „jedes Geschehen unter dem Himmel“ eine bestimmte Zeit gibt, arbeitete Michael Kuhn, der wissenschaftliche Ko-Leiter der Summer School, mit Verweis auf das Buch Kohelet heraus. Der gerade in unserer durchmessenen und getriebenen Zeit immer wieder nötige Wandel („Transition“) – etwa zu einem ökologischeren Lebensstil oder zum Frieden hin – sei aber nicht mit einem „Schnipser“ zu haben, so der Diakon.

Diakon Michael Kuhn, wissenschaftlicher Ko-Leiter der Summer School, zitierte aus dem Buch Kohelet: "Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit". | Foto: GUSEGG-Team
  • Diakon Michael Kuhn, wissenschaftlicher Ko-Leiter der Summer School, zitierte aus dem Buch Kohelet: "Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit".
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Neben der zeitlichen hob Roberta Maierhofer, die Leiterin der Sommerschule, auch deren örtliche Dimension hervor. Es sei wichtig, sowohl individuell als auch kollektiv auf das Jahresthema zu blicken und Zeit analytisch zu „positionieren“, so Maierhofer, die mit dem Satz „Die 20. Sommerschule ist hier und jetzt im Werden“ den Startschuss zu zwei arbeitsintensiven Wochen gab. „Wir glauben an den Sinn dieses Formats“, ergänzte sie.

Mit einem Zitat des humorvollen Humanisten Umberto Eco ermutigte Ko-Moderator Florian Traussnig vom Bildungsforum bei den Minoriten die "Studis" nicht nur zu Theorien und Thesen, sondern auch zu munteren Thekengesprächen: „I tell my students: study books otherwise you won't get your degree, but don't miss the great chance that this city [hier: Schloss Seggau] offers you - and remember that the money that you can spend on one book could also buy you a couple of beers.“

Florian Traussnig

Roberta Maierhofer, Leiterin der Sommerschule, bekräftigte: Wir glauben an dieses Format! | Foto: GUSEGG-Team
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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