KAB
Wege aus der Krise

Nur gemeinsam gelinge der Weg in eine gute Zukunft. 
Das waren sich (v. l.) KAB-Vorsitzender Martin Hochegger, Anna Wall-Strasser, Bischof Wilhelm Krautwaschl und LH Christopher Drexler einig. Claus Albertani moderierte. | Foto: KAB
  • Nur gemeinsam gelinge der Weg in eine gute Zukunft.
    Das waren sich (v. l.) KAB-Vorsitzender Martin Hochegger, Anna Wall-Strasser, Bischof Wilhelm Krautwaschl und LH Christopher Drexler einig. Claus Albertani moderierte.
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KAB-Kamingespräch. Auf der Suche nach Auswegen.

Über gesellschaftliche und kirchliche Krisenerscheinungen und über mögliche Ermutigungsansätze diskutierten am 17. November im renovierten Grazer Minoritensaal auf Einladung von KAB-Vorsitzendem Martin Hochegger Landeshauptmann Christopher Drexler, Bischof Wilhelm Krautwaschl und Anna Wall-Strasser, Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbewegung Österreich.

„Es geschieht etwas in unserer Kirche. Diesen Eindruck kann man gewinnen, wenn man sich die Ankündigung des weltweiten Synodalen Weges vor Augen führt, der von Papst Franziskus angestoßen worden ist. Die Verlängerung zeige, wie ernst es dem Papst sei“, so Bischof Wilhelm Krautwaschl. Die Kirche müsse sich quasi in die Zukunft hineinleben. Dies sei nicht einfach und für viele ein durchaus schmerzhafter Prozess. Möglicherweise würde das Gesicht der Kirche in Zukunft ganz anders aussehen.

Landeshauptmann Christopher Drexler verwies auf die zahlreichen zu bewältigenden Krisen und sprach von einer Zeitenwende. Es würden viele wichtige Entscheidungen wie etwa zur Bewältigung der Klimakrise anstehen. Seit der Pandemie und dem erzwungenen Rückzug ins Private würde er Orte des Diskurses über die richtigen Lösungsansätze vermissen. Die politischen Parteien und die Kirche befänden sich in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise. Hier gelte es, wieder an Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.

Besonders im Umgang mit der Klimakrise und dem immer weiter auseinanderklaffenden Spannungsfeld zwischen Arm und Reich sei die Bewältigung der Klimakrise nicht nur eine Frage der ökologischen und wirtschaftlichen Steuerung, sondern vor allem auch eine Frage der Gerechtigkeit, betonte Anna Wall-Strasser. Trotz des neoliberalen Ausbeutungsmodus von Mensch und Natur setzt sie große Hoffnungen auf Teile der Jungen, die die Zeichen der Zeit erkannt hätten und sich für einen ökosozialen Wandel in unserem Wertesystem und Lebensstil einsetzen würden. Sie wünscht sich eine Kirche der Geschwisterlichkeit, eine Kirche für alle, in der alle gleich viel wert seien.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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