Kirche Steiemark
Vom Hören zum Handeln
- Aus Österreich waren rund 50 Teilnehmende beim „Heilig-Jahr-Jubiläum der Synodenteams und Beteiligungsgremien“ dabei. In Arbeitssitzungen
tauschte man sich mit VertreterInnen aus aller Welt über die praktische Umsetzung von Synodalität in der Kirche vor Ort aus. - Foto: privat
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
In Rom trafen sich Synodenteams und Beteiligungsgremien zum Heilig-Jahr-Jubiläum.
Geduld, missionarischen Geist sowie eine Haltung der Ehrlichkeit und des Aufeinanderzugehens forderte Papst Leo XIV. in eindringlichen Worten von den Teilnehmenden des „Heilig-Jahr-Jubiläums der Synodenteams und Beteiligungsgremien“. Dazu kamen von 24. bis 26. Oktober rund 2000 Vertreterinnen und Vertreter aus der ganzen Weltkirche im Herzen Roms zusammen. Im Zentrum stand der synodale Weg als Impuls für eine lebendige Kirche.
Aus Österreich reiste eine rund 50-köpfige Delegation nach Rom, darunter Erzbischof Franz Lackner, Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl, Kärntens Diözesanbischof Josef Marketz und Weihbischof Johannes Freitag. Mit 19 Personen stellten die steirischen VertreterInnen die größte Teilgruppe der österreichischen Delegation.
Austausch mit der Weltkirche. Vor Ort traf sich die Delegation mit Papst Leo XIV. und tauschte sich untereinander aus. Im Zentrum der Beratungen standen dabei konkrete Fragen: Wie gelingt gelebte Beteiligung in Pfarren und Gremien? Wie lassen sich Struktur und Spiritualität verbinden, damit das Gemeinschaftliche in der Kirche vertieft werden kann? Wie kann Beteiligung in der Gemeinde gelingen? Wie können ökologische Verantwortung und soziale Gerechtigkeit in der Praxis verankert werden?
Im Austausch mit den VertreterInnen aus der Weltkirche wurde deutlich, wie vielfältig der Schatz an Glaubenserfahrungen ist, den die Kirche anzubieten hat. Papst Leo XIV. betonte dabei, dass Veränderung Geduld braucht – und Menschen, die bereit sind, mitzugehen.
Für die Kirche in der Steiermark war das Treffen ein kraftvolles Signal: Wir sind Teil eines weltweiten Prozesses und stehen nicht am Rand, sondern mittendrin. Der gemeinsame synodale Weg ist kein Projekt mit Enddatum, sondern eine Einladung: Mithören, mitdenken, mitgestalten. Im Abschlussgottesdienst wandte sich der Papst an die Versammelten mit der Bitte, mitzuhelfen, den kirchlichen Raum „zu erweitern, damit er kollegial und einladend wird“. Wenn Synodalität gelingt, dann dort, wo Menschen offen reden, einander ernst nehmen und den Schritt zu mehr Gemeinschaft wagen.
Synodalität erfahrbar machen. „Ich habe in den Begegnungen dieser Tage viel Feuer, Hoffnung und Know-how erlebt. Die Erfahrung von Menschen aus aller Welt bringt uns voran“, sagte Weihbischof Johannes Freitag, der in der Diözese Graz-Seckau Bischofsvikar für eine synodale Kirche ist, gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. Das Thema sei mitunter etwas sperrig, aber man könne die Haltung einer synodalen Kirche einüben, wo Menschen aufeinander hören und unterschiedliche Sichtweisen gelten lassen. In der Steiermark gebe es inzwischen rund 85 ausgebildete ModeratorInnen, die andere dazu anleiten, Synodalität erfahrbar zu machen.
Lukas Grangl, Kathpress
Synodaler Prozess
Seit 2021 läuft der von Papst Franziskus angestoßene Prozess, bei dem KatholikInnen
weltweit zur Beteiligung eingeladen sind. Ziel ist ein Wandel in der kirchlichen Haltung durch Zuhören und Dialog.
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.