Kirche Steiermark
Übers Wasser gehen mit dem Evangelist Johannes
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Beim diesjährigen Diözesanen Bibeltag am 7. Februar unter dem Motto „Übers Wasser gehen – Verbunden mit und im Vertrauen auf Christus“ stand das Johannesevangelium mit seiner spezifisch bildreichen Sprache im Mittelpunkt. Die neutestamentliche Bibelwissenschafterin Veronika Burz-Tropper (Uni Leuven/Belgien) erklärte, dass der Evangelist in erster Linie keine Biographie Jesu erstellen wollte. Vielmehr habe er ein in österlichen Farben gemaltes Glaubensporträt gezeichnet.
Etwa 100 Bibelinteressierte sind der Einladung des diözesanen Fachbereichs Pastoral & Theologie und des Bildungsforums bei den Minoriten ins Schloss Seggau gefolgt, um hinter die Kulissen vordergründiger Wortbedeutungen zu blicken. So erläuterte die Neutestamentlerin, dass an mehreren Stellen vom Durst die Rede, aber nicht das physische Verlangen nach Wasser gemeint sei. Jesus bezeichne damit vielmehr die Sehnsucht nach einem Leben in Fülle: Wer auf ihn vertraue, der habe ein neues, den Tod überdauerndes Leben gefunden, der sei ein neuer Mensch.
Dass diese johanneische Botschaft auch bis heute nicht aufzulösende Widersprüchlichkeiten in sich birgt, zeigten die Rückfragen der Teilnehmenden, wie etwa nach dem Verhältnis des Evangelisten und seiner Gemeinde zum Judentum. Laut Burz-Tropper erhebe das vierte Evangelium den Anspruch, im Rahmen des jüdischen Monotheismus zu bleiben und sei von den Auseinandersetzungen darüber deutlich geprägt.
Ein Tag, der erfrischende Blicke auf Christus und wertvolle Impulse für den Alltag brachte, so einige Teilnehmenden.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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