Abschied
Trauer um Sr. Theophila Knapp
- hochgeladen von Florian Heckel
Am 15. November starb im 88. Lebensjahr Schwester Theophila Knapp. Sie wurde als ältestes von elf Kindern geboren, auf den Namen Julia getauft und wuchs auf einem Bergbauernhof in Lorenzenberg bei Lavamünd, Kärnten, in sehr einfachen Verhältnissen auf. Der innere Zusammenhalt in der christlich gläubigen Familie war groß. Die Arbeit am Hof war schwer, alle mussten zusammenhelfen.
In Julia erwachte schon früh die Sehnsucht nach einem Leben als Ordensfrau. Mit 18 Jahren konnte sie bei den Kreuzschwestern in Graz eintreten. Als Kandidatin besuchte sie die Allgemeine Krankenpflegeschule in Graz und wurde 1959 diplomiert.
1960 legte sie als Sr. Theophila ihre erste Profess ab. Anschließend wirkte sie acht Jahre in den Landeskrankenhäusern Judenburg, Bruck/Mur, Leoben und 20 Jahre im Sanatorium der Kreuzschwestern in Klagenfurt. 1988 musste sie aus gesundheitlichen Gründen schweren Herzens von ihrem geliebten Pflegeberuf Abschied nehmen.
Es folgten mehrere Krankenhausaufenthalte. Schließlich übersiedelte sie nach Graz ins Josefhaus. Hier fand sie eine neue Heimat.
Ab 2005 war sie mehr und mehr auf Unterstützung und Pflege angewiesen. Doch in der Kapelle saß sie – auch im Rollstuhl – stets aufrecht, still, mit gefalteten Händen.
Sr. Theophila wurde auf dem Friedhof St. Leonhard in Graz beigesetzt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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