Kirche Österreich
Trauer um Bischof em. Maximilian Aichern OSB
- Foto: Diözese Linz/Wakolbinger
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Der am 31. Jänner 2026 in Linz verstorbene langjährige Abt von Stift St. Lambrecht und Linzer Altbischof Maximilian Aichern (93) wird von vielen als menschenfreundlicher, an vielem interessierter und offener Mensch beschrieben. Im Linzer Mariendom wird am Samstag, 7. Februar um 12 Uhr, ein Requiem für Bischof Aichern gefeiert. Beigesetzt wird Maximilian Aichern auf eigenen Wunsch in der Äbtegruft des Stiftes St. Lambrecht. Begräbnisfeierlichkeiten in St. Lambrecht: Sonntag, 8. Februar, ab 11.30, Aufbahrung in der Stiftskirche. Montag, 9. Februar, 14 Uhr, Requiem mit anschließender Beisetzung.
In Liebe gedient
Das Leben des verstorbenen Bischof em. Maximilian Aichern.
Am 29. Jänner baten Abt Alfred Eichmann vom Stift St. Lambrecht und der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer um das Gebet für den Mitbruder bzw. Vorgänger im Bischofsamt, Bischof emeritus Maximilian Aichern OSB. Der Gesundheitszustand des Altbischofs habe sich in den letzten Tagen deutlich verschlechtert und er bereite sich auf das Sterben vor, hieß es in der gemeinsamen Aussendung. Am 31. Jänner ist Bischof em. Maximilian Aichern schließlich im 94. Lebensjahr in seiner Wohnung im Domherrenhaus in Linz gestorben.
Maximilian Aichern wurde am 26. Dezember 1932 als Sohn eines Fleischhauers in Wien geboren. Seine Mutter stammte aus Niederösterreich, sein Vater aus Kärnten – so kam er auch mit dem im steirisch-kärtnerischen Grenzgebiet gelegenen Stift St. Lambrecht in Berührung. Nach der Matura arbeitete Aichern im elterlichen Betrieb, bis seine Schwester die Fleischhauerei übernehmen konnte.
1954 trat er in das Benediktinerstift St. Lambrecht ein. Nach Studien in Salzburg und Rom wurde er 1959 in der Abtei Subiaco bei Rom zum Priester geweiht. Ab 1964 war er Abtkoadjutor des Stiftes St. Lambrecht – in Stellvertretung des erkrankten Abtes Wilhelm Blaindorfer. Nach dessen Tod 1977 wurde er Abt, bis ihn Papst Johannes Paul II. 1981 zum zwölften Bischof der Diözese Linz ernannte. Am 17. Jänner 1982 empfing er die Bischofsweihe.
Der Sozialbischof. Bischof Maximilian machte sich über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen als „Sozialbischof“. Viele soziale Meilensteine, wie der „Sozialhirtenbrief der katholischen Bischöfe Österreichs“ (1990) oder ein „Ökumenisches Sozialwort“ (2003) trugen seine Handschrift. Auch die „Allianz für den freien Sonntag“ unterstütze er, der in seiner Jugend selbst bei der Katholischen Arbeiterjugend aktiv war.
Getreu seinem bischöflichen Wahlspruch „In caritate servire“ – „In Liebe dienen“ nahm Bischof Maximilian auch nach seiner Emeritierung als Diözesanbischof von Linz im Jahr 2005 noch viele Dienste in der Diözese wahr: Festgottesdienste, Firmungen, Vorträge ... Probleme mit den Beinen hatten in den letzten Lebensjahren seine Mobilität erheblich eingeschränkt, doch sein Interesse an kirchlichen und gesellschaftlichen Themen war ungebrochen bis zuletzt.
Katharina Grager
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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