Tod und Leben feiern

Lachen, feiern, an geliebte Verstorbene denken: So wird der „Día de los muertos“, in Mexiko begangen. Der „Tag der Toten“ stand im Literaturhaus Graz heuer unter dem Motto „Musik und Rassel für die Knochenfrau (auf Spanisch: „Música y matraca para la calaca“) – farbenfroh und mit viel Licht. | Foto: Hobisch
  • Lachen, feiern, an geliebte Verstorbene denken: So wird der „Día de los muertos“, in Mexiko begangen. Der „Tag der Toten“ stand im Literaturhaus Graz heuer unter dem Motto „Musik und Rassel für die Knochenfrau (auf Spanisch: „Música y matraca para la calaca“) – farbenfroh und mit viel Licht.
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Día de los muertos. Gedenken, Essen, Tanz – in Mexiko und in Graz.

Bunte Scherenschnitte, Totenköpfe aus Zucker, farbenfrohe Totenblumen, „cémpasuchil“ genannt, sowie Speisen und Getränke; begleitet von Musik, Tanz und vor alledem: Geschichten! So feiert man den Totentag traditionell im lateinamerikanischen Land Mexiko.

In der Steiermark lockte der „Día de los muertos“ am 31. Oktober und 1. November auch heuer wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Literaturhaus Graz. Schon zum 8. Mal wurde diese Kulturveranstaltung von der sprachenübergreifenden Gruppe „Kunst ohne Grenzen“ veranstaltet – mit dem Ziel, den mexikanischen Brauch Menschen in Österreich näherzubringen. Hier wird gefeiert, gelacht, sich erinnert, und – was etwas ungewohnt erscheinen mag – mit den Verstorbenen gemeinsam gegessen und getrunken.
Geschichten, Essen, Trauer, Freude

Besonders beliebt sind an diesem Gedenktag auch die heiteren, tragischen oder schaurigen Geschichten, die gekonnte Erzählerinnen und Erzähler auf Spanisch und auf Deutsch vortragen. In diesem Jahr war es u. a. Valentina Barrios aus Mexiko, die als internationaler Gast für gebanntes Zuhören sorgte und die Vorstellungskraft des Publikums schaurig-schön beflügelte.

Auch wenn diese besondere Art des Umgangs mit dem Tod auf den ersten Blick fremd erscheinen mag: Beim „Día de los muertos“ geht es in erster Linie darum, der Verstorbenen zu gedenken und dankbar zu sein für die schönen Erinnerungen an sie. Und ebenso wichtig ist es, dabei nicht darauf zu vergessen, auch das „diesseitige“ Leben zu genießen und zu feiern.

Elisabeth Hobisch

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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