Kirche Steiemark
Solido Regional
- Startschuss für „Solido Regional“: Das Erfolgsprojekt eröffnet Standort in Bruck-Kapfenberg. V. l. Nicola Baloch, Emine Özkan, Mirjam Bauer, Nina Trippl, Susanne Kaltenegger, Matthäus Bachernegg, Franz Trieb, Andreas Kleinegger, Irene Haring-Strahser.
- Foto: VinziWerke
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Bruck-Kapfenberg. Die VinziWerke eröffneten am 2. Oktober 2025 eine weitere Geschäftsstelle ihres Wohnprojektes.
Housing First“: Das ist ein Ansatz in der Sozialarbeit, der obdachlosen Menschen als ersten Schritt aus der Armut eine eigene Wohnung anbietet – ohne weitere Vorbedingungen. Auch die VinziWerke (siehe Kasten unten) folgen diesem Ansatz in ihrem Housing-First-Projekte „Solido“. Seit 2017 konnten so fast 90 Personen einen Weg zur eigenen Wohnung finden. Mit „Solido Regional“ haben die VinziWerke am 2. Oktober 2025 erstmals eine weitere Geschäftsstelle des Projekts in Bruck an der Mur eröffnet. Der Einladung zur feierlichen Eröffnung folgten zahlreiche prominente Gäste.
Finanziert wird „Solido Regional“ über das Programm „WOHNSCHIRM HOUSING FIRST“ des Sozialministeriums. Aus der Grazer Notschlafstelle „VinziTel“ entwachsen, begleiten MitarbeiterInnen des Projekts Menschen auf ihrem Weg aus der akuten Wohnungslosenhilfe in ein eigenes Zuhause. Was 2017 als ein Nachbetreuungsprojekt für ehemalige Gäste begonnen hat, ist mittlerweile zu einem Housing-First-Projekt für alle Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, geworden.
„Im Laufe der Jahre haben wir immer wieder Anfragen aus den unterschiedlichen Regionen in der Steiermark erhalten, auch dort vor Ort zu helfen. Weil sich das Angebot der Wohnungslosenhilfe auf Graz konzentriert hat, mussten viele Personen ihre Wohnorte verlassen, um Hilfe zu erhalten. Eine Regionalisierung kann Hilfe genau dorthin bringen, wo sie gebraucht wird“, unterstreicht Solido-Projektleiter Andreas Kleinegger.
Neuer Standort
„Es gibt mittlerweile zahlreiche Erfahrungswerte, die belegen, dass Housing First einen effektiven und nachhaltigen Weg darstellt, um Menschen dauerhaft aus der Wohnungslosigkeit zu begleiten“, so Miriam Bauer. „Diese Erfahrungen können wir in unserer täglichen Arbeit bestätigen“, so die langjährige VinziWerke-Mitarbeiterin weiter. Wichtig sei, dass SozialarbeiterInnen individuell auf jedeN TeilnehmerIn eingehen können – „einfach, weil auch jede Lebenssituation individuell ist.“ Das entspreche auch einem der Grundsätze der VinziWerke: „Wir arbeiten sehr kreativ und nachgehend, unser Konzept ist der Mensch.“
Redaktion
VinziWerke
Entstanden 1990 aus der Vinzenzgemeinschaft Eggenberg, kümmern sie sich um Menschen, die „aus der Bahn“ geraten sind und in Armut leben. In den mittlerweile 40 Institutionen der VinziWerke in der Steiermark, Wien und Salzburg finden täglich bis zu 450 Personen Unterkunft, und 1700 Personen werden mit Essen und Lebensmitteln versorgt. Die Vinzenzgemeinschaft Eggenberg ist eine von 146 Vinzenzgemeinschaften in Österreich, weltweit sind es 50.000 in 148 Ländern.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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