Rekord-Abholzung

Regenwald-Abholzung. Die Bundesregierung dürfe umstrittenem Handelspakt unter keinen Umständen zustimmen, fordern NGOs in Österreich und Lateinamerika.
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Amazonas. Forderung nach endgültigem Nein zu Mercosur.

Angesichts der Rekord-Abholzung im brasilianischen Amazonas-Gebiet – die Zerstörung des Regenwalds steigt heuer auf ein Zwölfjahreshoch – wird der Ruf nach einem endgültigen Stopp des geplanten EU-Mercosur-Abkommens lauter. Die österreichische Bundesregierung dürfe keinesfalls vom Nein zum umstrittenen Handelspakt abrücken, fordert Markus Meister vom Welthaus Graz.

Unter dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes dramatisch zugenommen. Große Waldflächen werden für die Produktion von Exportgütern wie Soja, Rindfleisch und Agrotreibstoffen abgeholzt. „Das EU-Mercosur-Abkommen ist unter anderem auf die Ausweitung der Agrarexporte nach Europa ausgerichtet. Damit verbunden wären noch mehr Waldzerstörung und die Vertreibung von Menschen zugunsten der Agroindustrie“, kritisiert Meister.

Auch in Argentinien werden riesige Waldflächen gerodet, was nicht nur klimapolitisch problematisch ist. Graciela Gasperi von INCUPO, einer Organisation, die sich für die Rechte von Kleinbauern und Indigenen im Nordosten Argentiniens einsetzt, verweist auf die existenzbedrohende Entwicklung für die Bevölkerung: „Der Gran Chaco brennt. Enorme Flächen werden für Sojaplantagen und für die Rinderzucht gerodet. Kleinbauernfamilien und Indigene verlieren ihre Lebensgrundlagen. Wir fürchten, dass das EU-Mercosur-Abkommen diese Entwicklungen weiter befeuern wird.“
„Kein Beipackzettel, keine Nebenvereinbarungen können die bedenkliche Ausrichtung des Abkommens ändern“, meint Markus Meister. „Wenn die österreichische und europäische Politik den eigenen Menschenrechtsanspruch ernst nimmt, dann darf dieses Abkommen niemals in Kraft treten!“

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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