80. Geburtstag von Pfarrer Wolfgang Pucher
Oscar für Mitmenschlichkeit

Den Dank der Steirerinnen und Steirer sprach Landeshauptmann Schützenhöfer aus. | Foto: Neuhold
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Pfarrer Wolfgang Pucher,
Gründer und Motor der VinziWerke, feierte seinen 80. Geburtstag.

Menschen, die keinen Platz haben, hat Pfarrer Wolfgang Pucher Heimat gegeben. Am 31. März fanden viele in der Grazer Kirche St. Vinzenz keinen Platz, die ihm beim Festgottesdienst zum 80er Danke sagen wollten für seinen Dienst als Pfarrer von St. Vinzenz, für seinen außerordentlichen Einsatz für Arme und Notleidende und für sein glaubwürdiges Zeugnis als Priester und Christ. Die Feier in der übervollen Kirche wurde auch ins Festzelt und in die Kapelle übertragen.
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der den Dank aller Steirerinnen und Steirer aussprach, der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und sein Vorgänger Alfred Stingl, Bischof em. Egon Kapellari und der frühere Superintendent Hermann Miklas gehörten zu den Gratulanten. Bürgermeister Nagl verlieh dem Jubilar die Ehrenmitgliedschaft im Grazer Menschenrechtsbeirat auf Lebenszeit.
Musikalisch wurde der Festgottesdienst von Kirchenchor und Orchester mit Joseph Haydns Nikolaimesse gestaltet. Dieses Werk hatte Pfarrer Pucher gehört, als er vor zehn Jahren nach schwerer Krankheit aus dem Koma erwachte.
Wolfgang Pucher wuchs in der Pfarre Kirchbach auf, trat nach der Matura in den Orden der Lazaristen ein und wurde 1963 zum Priester geweiht. Seit 1973 ist er Pfarrer von Graz-St. Vinzenz. Unermüdlich begann er mit der Vinzenzgemeinschaft Graz-Eggenberg, die Obdachlosigkeit in Graz zu beseitigen und Notleidende zu unterstützen, auch Bettlern Platz zu geben. 40 VinziWerke sind daraus entstanden und haben längst über die Steiermark hinaus Nachahmung gefunden. Dahinter steht ein Priester, der sich im Einsatz für die Rechte und Würde jedes Menschen weder beirren noch entmutigen lässt.

Den Dank der Steirerinnen und Steirer sprach Landeshauptmann Schützenhöfer aus. | Foto: Neuhold
Ehemalige Internatsschüler aus Puchers Zeit in Istanbul überreichten einen „Oscar“ für Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit. | Foto: Neuhold
Autor:

Ingrid Hohl aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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