Weltkirche
Mutig, stark, beherzt
- Vor großer Kulisse startete der Kirchentag 2025 in Hannover mit einem festlichen Auftaktgottesdienst.
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Der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag fand von 30. April bis 4. Mai in Hannover statt.
Es war ein großes Fest, schrieb der Norddeutsche Rundfunk – fünf Tage voller Diskussionen, Musik und Begegnungen, für die 81.000 Tickets verkauft worden waren. In Hannovers Innenstadt, wo die Veranstaltungen kostenlos waren, kamen sogar bis zu 150.000 Menschen zusammen.
Politik am Kirchentag. Mutig, stark, beherzt – unter diesem Motto stand der Deutsche Evangelische Kirchentag 2025 in Hannover. Die fünf Tage drehten sich um gesellschaftlich drängende Themen wie Klimaschutz und Friedenspolitik. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ermutigte in seiner Eröffnungsrede zu mehr Engagement: „Wir alle könnten sicher selber noch ein Stück mutiger, stärker, beherzter sein, als wir sind.“ Auch Altkanzlerin Angela Merkel griff das Motto auf und forderte mehr Einsatz für den Schutz des Planeten: Es bedürfe noch mehr Mut, Stärke und Beherztheit – „von jedem von uns.“
Olaf Scholz (SPD) trat zum letzten Mal als Bundeskanzler auf und zog dabei Bilanz. Er denke, er habe in seiner Amtszeit „überwiegend das Richtige getan“, so Scholz.
1500 Veranstaltungen. Vom 30. April bis 4. Mai 2025 fanden in Hannover rund 1500 Veranstaltungen statt. Es gab Gottesdienste mit Musik von ABBA, Taylor Swift sowie Klänge aus jüdischer, christlicher und islamischer Tradition. Auch Sportbegeisterte kamen auf ihre Kosten: bei einem Fußball-Gottesdienst und einer Lauf-Andacht, bei der die Teilnehmenden gemeinsam joggten. Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ stellten gemeinnützige Gruppen ihre Konzepte vor. BesucherInnen konnten am Freitag zwischen verschiedenen Abendmahlen auswählen: unter anderem auf Tschechisch, Englisch, in Gebärdensprache, oder auch auf Plattdeutsch.
Größter Publikumserfolg: US-Bischöfin Mariann Edgar Budde. Rund 10.000 Interessierte haben sich die Ausführungen der Trump-Kritikerin vor Ort oder in der Übertragung angesehen.
Gute Gastgeber. Niedersachsen und Hannover seien gute Gastgeber gewesen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Es gab viel Lob für die hilfsbereiten und geduldigen HannoveranerInnen, für die Veranstaltungsräume und für die Logistik. Auch die Polizei war zufrieden. Polizeidirektorin Nurhan Özdemir bezeichnete die fünftägige Veranstaltung als „äußerst ruhig und störungsfrei“.
Hannovers Landesbischof Ralf Meister übergab am Samstagabend symbolisch den „Staffelstab“ an die Evangelische Kirche im Rheinland: Der 40. Deutsche Evangelische Kirchentag findet im Mai 2027 in Düsseldorf statt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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