Mut tut (wieder) gut

Beim ersten Lockdown in diesem Frühjahr gestaltete die Jungschar Unzmarkt-Frauenburg eine Fotocollage mit einer starken Botschaft: „Wir bleiben gerne für die Gesundheit aller unserer Mitmenschen zu Hause.“
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  • Beim ersten Lockdown in diesem Frühjahr gestaltete die Jungschar Unzmarkt-Frauenburg eine Fotocollage mit einer starken Botschaft: „Wir bleiben gerne für die Gesundheit aller unserer Mitmenschen zu Hause.“
  • Foto: JS Unzmarkt-Frauenburg
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Zuversicht und Ermutigung sind besonders in Zeiten wie diesen viel wert. Darum sammelt die Online-Redaktion der Diözese Graz-Seckau wieder Mutbotschaften.

Beim ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres saßen von heute auf morgen viele Menschen zu Hause. Die Corona-Pandemie hatte Österreich erreicht. Vieles war unklar und unsicher. Langfristig planen war nicht möglich. Wir hatten mehr Fragen als Antworten und manches Mal mehr Sorgen als Zuversicht. Da kam Katrin Leinfellner, Redakteurin für Neue Medien der Diözese Graz Seckau, eine Idee: „Ich habe mich gefragt: Was kann die Kirche in dieser Situation tun? Wie können wir helfen? Und was brauchen die Menschen?“ erzählt sie rückblickend. „Wir können keine Krankheiten heilen, aber wir können den Leuten Mut zusprechen – den sie aus dem Glauben heraus haben dürfen.“ Und so wurde die Aktion „#mutworte“ geboren.
Auf der Homepage, in den sozialen Medien und im Sonntagsblatt wurden die Menschen aufgerufen, etwas „Mutmachendes“ beizutragen. „Wir wollten eine Vielfalt abbilden: unterschiedliche Alters- und Berufsgruppen, denn viele Menschen haben gute Ideen“, erklärt Katrin Leinfellner das Konzept. Und die Bandbreite war dementsprechend groß.

Von einer digitalen Ausstellung mit Bildern von Ewald Zisler über schöne Fotos der erwachenden Natur aus Bretstein von Christa Spiegel bis hin zu musikalischen Mutworten, beispielsweise einer Orgelmeditation von Manuel Windholz oder dem Mutmachlied „Wer glaubt ist nie allein“, aufgenommen von Ulrike und Jörg Zazworka in der leeren Münzgrabenkirche in Graz, reicht die Palette an Mutbotschaften, die man unter www.katholische-kirche-steiermark.at/mutworte nachsehen und nachlesen kann.
Auch viele schöne Texte, Gedichte und Geschichten haben die Online-Redaktion der Diözese erreicht. Einen Text möchten wir hier stellvertretend für alle weitergeben:

Mut tut gut
Es ist das Ende, sagte die Raupe.
Es ist der Anfang sagte der Schmetterling.
Es ist das Ende, sagt die Gegenwart.
Es ist der Anfang, sagt die Zukunft.
Die Wirtschaft geht zugrunde, sagt die
Gegenwart, vielleicht findet sie neue Wege,
sagt die Zukunft.
Alle Flugpläne werden gestrichen, sagt die
Gegenwart, vielleicht tut das der Umwelt gut, sagt die Zukunft.
Unsere Konsumgesellschaft leidet, sagt die
Gegenwart, vielleicht findet sie Freude an
einfachen Dingen, sagt die Zukunft.
Unser Verständnis von Welt und Fortschritt ist gestört, sagt die Gegenwart, vielleicht gibt Rückzug die Chance, das Wesentliche zu
erkennen, sagt die Zukunft.
Unsere Selbstverständlichkeiten sind im
Wanken, sagt die Gegenwart, vielleicht ebnet das den Weg zu etwas Größerem, sagt die Zukunft.
Es ist das Ende, sagte die Raupe, erhob sich als Schmetterling und flog der Zukunft entgegen.
Ursula Sitner, Religionslehrerin

Nun ist der zweite Lockdown da, und die Aktion #mutworte startet wieder. Die erste Mutbotschaft ist bereits eingelangt: Michaela Drobar, Pastorale Mitarbeiterin im Seelsorgeraum Graz-Nord, hält die (Corona-)Planungs-Hektik in einem Video fest, drückt auf die Stopp-Taste und lädt zu einer kurze Auszeit ein. Katrin Leinfellner freut sich schon auf viele weitere unterschiedliche Beiträge, denn „jeder Mensch hat andere Talente“. Ob Texte, Fotos, selbstgemalte Bilder oder Videos – die Hauptsache ist die ermutigende Botschaft!

Katharina Grager

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In der Krise brauchen wir sie besonders: gute, aufmunternde Worte. Die Webredaktion sammelt wieder Videos, Bilder und Texte, die Zuversicht geben. Senden Sie Ihre Mut-Botschaften an webred@graz-seckau.at

Beim ersten Lockdown in diesem Frühjahr gestaltete die Jungschar Unzmarkt-Frauenburg eine Fotocollage mit einer starken Botschaft: „Wir bleiben gerne für die Gesundheit aller unserer Mitmenschen zu Hause.“
„Unsere Herzen bleiben stark“, schreibt  Sophia Koch aus der NMS Premstätten zu ihrem Foto-Beitrag für die #mutworte.
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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