Kirche Österreich
In Begegnung

Bischofskonferenz beim Bundespräsidenten. V. l.: Weihbischof Franz Scharl (Wien), Bischof Alois Schwarz (St. Pölten), Weihbischof Johannes Freitag (Graz-Seckau), Abt Vinzenz Wohlwend OCist (Abtei Wettingen-Mehrerau), ern. Erzbischof Josef Grünwidl (Wien), Bischof Manfred Scheuer (Linz), Doris Schmidauer, dahinter: Bischof Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, Bischof Josef Marketz (Gurk), Bischof Hermann Glettler (Innsbruck), Weihbischof Anton Leichtfried (St. Pölten), Weih-bischof Stefan Turnovszky (Wien), Weihbischof Hansjörg Hofer (Salzburg) und BiKo-Generalsekretär Peter Schipka. | Foto: Peter Lechner/HBF
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  • Bischofskonferenz beim Bundespräsidenten. V. l.: Weihbischof Franz Scharl (Wien), Bischof Alois Schwarz (St. Pölten), Weihbischof Johannes Freitag (Graz-Seckau), Abt Vinzenz Wohlwend OCist (Abtei Wettingen-Mehrerau), ern. Erzbischof Josef Grünwidl (Wien), Bischof Manfred Scheuer (Linz), Doris Schmidauer, dahinter: Bischof Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, Bischof Josef Marketz (Gurk), Bischof Hermann Glettler (Innsbruck), Weihbischof Anton Leichtfried (St. Pölten), Weih-bischof Stefan Turnovszky (Wien), Weihbischof Hansjörg Hofer (Salzburg) und BiKo-Generalsekretär Peter Schipka.
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Was Bischöfen zu denken gibt. Bei der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz standen neben inhaltlicher Auseinandersetzung auch einige Treffen am Plan.

Im Zeichen vieler Begegnungen stand die diesjährige Herbstvollversammlung der
Österreichischen Bischofskonferenz von 3. bis 6. November in Wien. Österreichs Bischöfe trafen dabei unter anderem Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, die Spitzen der diözesanen Caritas-Organisationen und Vertreter der orientalisch-orthodoxen Kirchen.

Für einen starken Sozialstaat sprach sich die Österreichische Bischofskonferenz im Rahmen ihrer Vollversammlung aus. Bei der Pressekonferenz am Freitag, 7. November, in Wien nannte Erzbischof Franz Lackner die notwendige Budgetkonsolidierung als „Balanceakt“, mit dem eine nachhaltige Zukunft des gut ausgebildeten Sozialstaates gefunden werden müsse. Es brauche dafür gleichzeitig den „sachlichen Blick, was wir uns leisten können und was nicht“, wie auch eine „menschenfreundliche Politik“ mit besonderem Augenmerk auf die Armen sowie ein starkes Miteinander in der Gesellschaft.

Die Bischöfe hatten in ihrer Schlusserklärung den weiter hohen „Grundwasserspiegel an Solidarität“ in Österreich gelobt. Sichtbar werde dieser unter anderem in den vielen Ehrenamtlichen. Zu denken gebe den Bischöfen, wenn Nächstenliebe zunehmend „verächtlich gemacht“ werde.

Weiters mahnten sie ein, Hilfe dürfe „nicht von Herkunft oder Religion abhängig gemacht werden“. Menschenrechte seien „unantastbar, sie gelten für alle Menschen“. Gegenüber den JournalistInnen betonte Erzbischof Lackner, dass Solidarität nicht an der Staatsgrenze enden dürfe. Es sei eine „christliche Grundüberzeugung, dass wir eine Menschheitsfamilie bilden“. Deshalb bestehe auch die Pflicht, den Ärmsten in der Welt durch Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe beizustehen. Besonders rief Lackner zudem zur Hilfe für die Menschen in der Ukraine auf: „Sie stehen bereits vor ihrem vierten Kriegswinter, die Gewalt findet kein Ende. Weil der Krieg mit unverminderter Härte tobt, muss auch die Hilfe für die Opfer weitergehen.“

Richtig verstandene Synodalität fuße auf Nächstenliebe, so Bischof Wilhelm Krautwaschl (r.) bei einer Messe mit den Mitgliedern der Österr. Bischofskonferenz. | Foto: Kathpress/Wuthe
  • Richtig verstandene Synodalität fuße auf Nächstenliebe, so Bischof Wilhelm Krautwaschl (r.) bei einer Messe mit den Mitgliedern der Österr. Bischofskonferenz.
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Gegen ein Kopftuchverbot. Zu dem von der Regierung geplanten Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahre bekräftigte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, die ablehnende Stellungnahme der Kirche. Zwar sei unbestritten, „dass Integration eine große und schwierige Aufgabe ist, und dass es auch Probleme gibt“, doch halte man das Verbot für „rechtlich fragwürdig“ und „nicht für die richtige Methode“. In Fragen religiöser Kleidung sollte es staatlich weder Gebote noch Verbote geben, denn genauso wenig wünschenswert wie ein Zwang zum Kopftuch sei es, „wenn es verboten wird“. Dass auf Schülerinnen Druck ausgeübt wird, etwa durch muslimische MitschülerInnen, müsse die Schulaufsicht verhindern, z. B. mit Sanktionen gegen „diejenigen, die den Druck ausüben“, so der Generalsekretär.

Quelle: Kathpress

Die Themen
Tätige Nächstenliebe als Grundauftrag der Kirche; Als Christen entschieden gegen Antisemitismus; Solidarität mit der Kirche in Armenien; Für eine synodale u. missionarische Kirche. Wortlaut: bischofskonferenz.at

Bischofskonferenz beim Bundespräsidenten. V. l.: Weihbischof Franz Scharl (Wien), Bischof Alois Schwarz (St. Pölten), Weihbischof Johannes Freitag (Graz-Seckau), Abt Vinzenz Wohlwend OCist (Abtei Wettingen-Mehrerau), ern. Erzbischof Josef Grünwidl (Wien), Bischof Manfred Scheuer (Linz), Doris Schmidauer, dahinter: Bischof Ägidius Zsifkovics (Eisenstadt), Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bischof Wilhelm Krautwaschl (Graz-Seckau), Nuntius Erzbischof Pedro López Quintana, Bischof Josef Marketz (Gurk), Bischof Hermann Glettler (Innsbruck), Weihbischof Anton Leichtfried (St. Pölten), Weih-bischof Stefan Turnovszky (Wien), Weihbischof Hansjörg Hofer (Salzburg) und BiKo-Generalsekretär Peter Schipka. | Foto: Peter Lechner/HBF
Richtig verstandene Synodalität fuße auf Nächstenliebe, so Bischof Wilhelm Krautwaschl (r.) bei einer Messe mit den Mitgliedern der Österr. Bischofskonferenz. | Foto: Kathpress/Wuthe
Foto: Kathpress Paul Wuthe
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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