Corona-Krise
Humanitäre Geste setzen

Weil die Pandemie Österreich nicht so schwer traf wie andere Länder: Für jeweils 100 Genesene einen Gefährdeten aus einem griechischen Lager aufzunehmen, wäre ein schönes Zeichen.
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Flüchtlinge aufnehmen als Zeichen der Dankbarkeit für das Durchstehen der Corona-Krise.

Mehrere Vertreter der Diözese Graz-Seckau haben sich dafür ausgesprochen, als „Zeichen der Dankbarkeit“ für die in Österreich bisher vergleichsweise glimpflich verlaufene Corona-Pandemie Flüchtlinge aufzunehmen.
Der konkrete Vorschlag in einer gemeinsamen Aussendung von Caritasdirektor Herbert Beiglböck, der Präsidentin der Katholischen Aktion Steiermark, Andrea Ederer, und Erich Hohl, dem Leiter des Ressorts „Seelsorge & Gesellschaft“ und diözesanen Integrationsbeauftragten: „Wie wäre es zum Beispiel, wenn wir für jeweils 100 Genesene einen gefährdeten Menschen aus einem Lager in Griechenland aufnehmen?“
Derzeit zeige sich, dass die Corona-Pandemie Österreich nicht so schwer wie andere Länder treffe. Das sei „wohl einer raschen politischen Entscheidung und dem gemeinsamen Handeln der Menschen im Land zu verdanken“. Verschont zu bleiben sei aber auch ein Geschenk, wiesen die drei für wichtige Bereiche der Diözese Graz-Seckau Verantwortlichen hin.

Die christliche Kirche habe in ihrer Geschichte schöne Traditionen entwickelt, nach überstandenen persönlichen und gesellschaftlichen Gefahrensituationen sichtbare Zeichen der Dankbarkeit zu setzen, heißt es in der Stellungnahme. „Wir halten es für angebracht, jetzt ein Zeichen solcher Dankbarkeit zu setzen, indem wir Flüchtlinge in Österreich aufnehmen.“

Verschiedene Kirchenvertreter hatten sich schon mehrmals zu Wort gemeldet, angesichts der katastrophalen Lage in griechischen Flüchtlingslagern humanitäre Gesten zu setzen. Auch einige Bischöfe wie Kardinal Christoph Schönborn äußerten sich in ihren Osterpredigten in diesem Sinne.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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