Warum Theologie studieren - Teil 03
Hineinwachsen in eine erfüllende Aufgabe

Beim Osternesterl-Suchen. Michael Reinprecht mit Kindern aus der Pfarre.
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Es ist mit Sicherheit ein buntes Leben, auf das der 1980 geborene Frohnleitener zurückblicken kann. Sein Theologiestudium war überhaupt nicht geplant und hat sich doch als die richtige Entscheidung herausgestellt. „Ja, ich bin hineingewachsen und habe im Lauf der Zeit immer stärker erkannt, dass Kirche einfach so viel mehr zu bieten hat.“ So fasst er die Zeit seiner Ausbildung und seiner Tätigkeit als Pastoralassistent seit 2015 zusammen. Natürlich müsse man sich dessen bewusst sein, dass es sich um einen Beruf handle, wo man für andere da ist, und die Anforderungen wären hoch, „aber es ist das Schönste, wenn man Menschen etwas geben kann. Es gibt einfach nichts Schöneres, als die Frohe Botschaft zu verkünden.“

Die Aufgabenfelder in der Pfarre müssen einfach funktionieren. Damit ist eine Vielzahl an Aufgaben verbunden. Auch sehr viel an Organisationstätigkeit. Michael Reinprecht versucht die oft schwierige Balance zwischen Familienleben und der Arbeit in der Pfarre zu halten. Besonders bereichernd empfindet er die Arbeit mit Kindergruppen, denn die Kleinen sind geistigen Dingen gegenüber noch sehr offen und überraschen mit Fragen, die man nicht erwarte, ihnen oft gar nicht zutraue. Freude bereitet dem Pastoralassistenten auch etwas anderes: Für Erwachsene bietet der Pfarrverband einen Glaubenskurs an, der sehr gut angenommen würde. Hier merkt er, wie gut die fundierte theologische Ausbildung zu verwenden ist. „Um anderen Menschen unseren christlichen Glauben verständlich zu erklären.“

Das Studium hat für ihn teilweise schon Mühe, aber vor allem sehr viel an Gewinn bedeutet, was ihm im Lauf der Zeit immer stärker zu Bewusstsein gekommen ist. „Ich bin dankbar, dass mein Denken geschult wurde und ich so die Glaubensinhalte viel besser verstehen kann.“

Für ihn entscheidend war die Zeit nach dem Theologiestudium, wo er in sehr unterschiedlichsten Bereichen tätig war, eine Fülle von Berufen eben einfach quer durchs Leben – von Schafhirte bis Brotverkäufer. Das stellte für ihn eine weitere wichtige „Lerneinheit“ dar, sich in das normale, alltägliche Leben der Menschen einzufügen. „Dadurch habe ich gelernt, die Menschen zu verstehen und ihre Fragen.“

Wirklich nahe am Menschen zu sein ist für ihn eine der wesentlichen Herausforderungen, wenn man im Bereich der Verkündigung arbeitet. Letztlich gilt aber eines: „Dafür mache ich den Beruf, weil unser Glaube so schön ist.“ GISELA REMLER

 

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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