Ausstellung
„Heimatlos“
- Nicht mehr als ein Koffer. Die Ausstellung „Heimatlos: Wiener Juden im Exil“ erzählt die Lebensgeschichten Vertriebener und beleuchtet Heimatverlust und Exil. Mehr: jmw.at
- Foto: jmw
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Briefe, Pässe, Fotografien, Möbel und persönliche Erinnerungsstücke stehen im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung „Heimatlos: Wiener Juden im Exil“ im Jüdischen Museum Wien (JMW). Die Schau, die am 30. September am Standort Judenplatz startet und bis 4. April 2027 zu sehen ist, zeichnet anhand solcher Objekte die Flucht- und Exilgeschichten Wiener Jüdinnen und Juden nach, die nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 aus ihrer Heimat vertrieben wurden.
Im Mittelpunkt stehen dabei individuelle Lebensgeschichten. „Ich möchte das Individuum wieder ins Rampenlicht holen“, erklärt dazu Kuratorin Caitlin Gura. Zu sehen sind unter anderem behördliche Dokumente wie Vermögensverzeichnisse, Kündigungsbescheide und Pässe mit dem roten „J“, aber auch Briefe, Fotografien, Haushaltsgegenstände und religiöse Objekte. Viele Exponate stammen aus privaten Familienarchiven und werden erstmals öffentlich gezeigt.
Bis 12. März 1938 war in Wien die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas, die dann aber durch Emigration, Deportation und Ermordung infolge der nationalsozialistischen Entrechtung, Enteignung und Vertreibung nahezu ausgelöscht wurde. Wer fliehen konnte, verlor neben Beruf und Eigentum auch das soziale Umfeld und die Heimat.
Mehr: jmw.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.