Gemeinsame Winterhilfe

Für Menschen in Not sorgen Caritas und VinziWerke mit dem Land Steiermark und der Stadt Graz.

In der Diözese Graz-Seckau haben sich die Caritas, die VinziWerke, das Land Steiermark und die Stadt Graz zusammengetan, um Menschen ohne festen Wohnsitz in der kalten Jahreszeit zu helfen. „In der kalten Jahreszeit ist rasche, wirksame Hilfe für Menschen in Not oft überlebenswichtig“, meinte Caritas-Direktor Herbert Beiglböck in einer Aussendung. Die Corona-Pandemie habe vor Augen geführt, „wie schnell sich Gewohnheiten in Nichts auflösen und scheinbare Sicherheiten zusammenbrechen können“. Was die Gesellschaft insgesamt treffe, sei für jene, die ohnehin am Rande stehen, noch weitaus härter: „Wer kein Dach über dem Kopf hat, wie soll der ‚zu Hause‘ bleiben?“
Deshalb sei ganz klar: „Unsere Türen sind offen, für Beratungen, für Lebensmittelausgaben, für Übernachtungen. Wir müssen aber natürlich verstärkt umsichtig sein.“ In den Notschlafstellen der Caritas in Graz und Leoben gibt es Platz für insgesamt 130 Menschen. Um Mitarbeiter und Klienten gleichzeitig zu schützen, habe die Caritas Sicherheitskonzepte für die einzelnen Einrichtungen entwickelt. Der Zutritt zur Notschlafstelle erfolge einzeln mit Sicherheitsabstand und nur mit Maske. Beim Eingang werde außerdem die Temperatur gemessen und die Hände desinfiziert.
„Enorme Auswirkungen“ habe die Corona-Pandemie etwa auch auf die acht Notschlafstellen und Dauerherbergen der Grazer VinziWerke. So habe man in allen Notschlafstellen und Dauerherbergen Isolierzimmer vorbereitet und die Schlafräume der Einrichtungen VinziNest und VinziSchutz mit Trennwänden ausgestattet. In den Einrichtungen der VinziWerke Graz finden täglich 220 Frauen, Männer und Kinder einen Schlafplatz, erhalten eine Mahlzeit und Betreuung durch fachlich ausgebildete hauptamtliche sowie engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter 365 Tage im Jahr. In den Grazer VinziMärkten, in denen finanziell bedürftige Menschen günstig gute Lebensmittel erwerben können, verzeichne man einen Anstieg von 30 bis 40 Prozent bei den Kunden.
In Graz und der Steiermark müsse niemand frieren oder in der kalten Jahreszeit auf der Straße schlafen, betonte der Grazer Sozialstadtrat Kurt Hohensinner. Gemeinsam mit zahlreichen Organisationen wie der Caritas und den VinziWerken habe das Sozialressort des Landes das Versorgungsangebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. „Dafür stellen wir aus dem Sozialbudget mehr als vier Millionen Euro zur Verfügung“, berichtete Sozial-Landesrätin Doris Kampus.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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