Ökumene
Frucht des ökumenischen Geistes von Graz

Vor 20 Jahren wurde die „Charta Oecumenica“ unterzeichnet.

Die christlichen Kirchen Europas haben sich darin verpflichtet, das Friedensprojekt Europa gemeinsam voranzubringen. Das von der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz (1997) angeregte und am 22. April 2001 in Straßburg unterzeichnete Dokument enthält Leitlinien für eine verstärkte Zusammenarbeit in kirchlicher, sozialer, ökologischer und menschenrechtlicher Hinsicht.
Der Grazer orthodoxe Theologe Prof. Grigorios Larentzakis betont, dass das Dokument nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Viele angesprochenen Herausforderungen hätten sogar an Dringlichkeit zugenommen, so Larentzakis, der maßgeblich an der Vorbereitung des Dokuments beteiligt war: „Wir haben keine Dokumenten-Not, sondern eine Rezeptions- und Umsetzungsnot.“
Larentzakis wies auf einige zentrale Aussagen der Charta Oecumenica hin: Die Kirchen würden sich zu verstärkten ökumenischen Bemühungen verpflichten. Es gelte, „die Begegnung miteinander zu suchen und füreinander da zu sein; ökumenische Offenheit und Zusammenarbeit in der christlichen Erziehung, in der theologischen Aus- und Fortbildung sowie auch in der Forschung zu fördern“, wie es in dem Dokument heißt.
Die Kirchen verpflichten sich zudem, „füreinander und für die christliche Einheit zu beten; die Gottesdienste und die weiteren Formen des geistlichen Lebens anderer Kirchen kennen und schätzen zu lernen; dem Ziel der eucharistischen Gemeinschaft entgegenzugehen“. Ebenso gelte es für die Kirchen, jeder Form von Nationalismus entgegenzutreten, die zur Unterdrückung anderer Völker und nationaler Minderheiten führt.
Eine weitere Aufgabe für die Kirchen betreffe die Gleichberechtigung der Frauen in allen Lebensbereichen. Unumgänglich sei auch der gemeinsame Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. Gemeinsame Verpflichtung aller Kirchen sei es zudem, jeglichen Formen von Antisemitismus und Antijudaismus in Kirche und Gesellschaft entgegenzutreten und den Dialog mit dem Judentum zu suchen und zu intensivieren. Ebenso gelte es, den Dialog mit dem Islam zu pflegen.
KATHPRESS

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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