Kirche Steiermark
Friedenspädagogik
- In den Bildungseinrichtungen des VfFB erwerben Kinder und Jugendliche Kompetenzen, die zu einem friedlichen Miteinander beitragen. Im Bild Schülerinnen und Schüler im Garten der HLA Graz-Eggenberg.
- Foto: HLA Graz-Eggenberg
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Verein für Franziskanische Bildung. Nicht nur für die Schule lernen.
Der Verein für Franziskanische Bildung (VfFB) rückt Friedenspädagogik als wichtigen Bestandteil seines Bildungsauftrags in den Mittelpunkt. Anlass dafür ist der Gedenktag des heiligen Franziskus von Assisi am 4. Oktober. Solidarität, Geschwisterlichkeit und Verantwortung gehören zu den zentralen Werten in den mehr als 50 Bildungseinrichtungen des VfFB an rund 20 Standorten in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark (u. a. Kindergärten und Schulen der Schulschwestern).
„Franziskus hat uns vorgelebt, dass Geschwisterlichkeit nicht bei Worten stehenbleibt, sondern im konkreten Umgang miteinander sichtbar wird. Friedenspädagogik greift diese Haltung auf und macht sie im Bildungsalltag erfahrbar: im Zuhören, im respektvollen Umgang und in der gemeinsamen Suche nach Lösungen“, sagt Vorstandsvorsitzende Sr. Sonja Dolesch.
Die Friedenspädagogik vermittelt Kindern und Jugendlichen Kompetenzen für einen gewaltfreien, konstruktiven Umgang mit Konflikten. Dazu gehören Empathie, Gefühlsregulation, Mitbestimmung und eine faire Konfliktkultur. Im Schuljahr 2025/26 befassten sich die Schulleitungen des Vereins intensiv mit dem Thema, wobei die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg als praktisches Alltagswerkzeug dient.
„Friedenspädagogik knüpft unmittelbar an zentrale franziskanische Werte an. Wenn junge Menschen lernen, in Konflikten aktiv aufeinander zuzugehen und Verantwortung für Benachteiligte zu übernehmen, wird franziskanische Bildung konkret erfahrbar“, erklärt Sr. Vera Ronai, Referentin für Pastoral.
„Die Auseinandersetzung der Schulleitungen mit Friedenspädagogik sowie konkrete Initiativen sind wichtige Schritte. Jetzt geht es darum, vorhandene gute Praxis sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und friedenspädagogische Ansätze noch stärker im Alltag unserer Einrichtungen zu verankern. Damit bereiten wir junge Menschen nicht nur auf Prüfungen, sondern auch auf ein verantwortungsvolles Zusammenleben vor“, betont Geschäftsführerin Elisabeth Binder.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.