Weltkirche
Einzug verboten
- Verbote prägten Kardinal Pizzaballas diesjährigen Palmsonntag in Jerusalem.
- Foto: KNA (Archivbild 2024)
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Palmsonntag in Jerusalem. Hin und Her um den Zutritt zu den Heiligen Stätten.
Wenn einem Bischof und seinem „Kirchendiener“ der Zugang zu einer ihrer heiligsten Stätten verwehrt wird, erhitzt das nicht nur katholische Gemüter. So geschehen am 29. März, als Kardinal Pierbattista Pizzaballa und sein Kustos Francesco Ielpo in Jerusalem am Weg zur Grabeskirche von der israelischen Polizei „angehalten und zur Umkehr gezwungen“ worden waren.
Ihr Zutrittsverbot begründete die israelische Polizei mit der aktuellen Kriegslage. Wegen dem Iran-Krieg habe man derzeit alle heiligen Stätten in der Altstadt von Jerusalem geschlossen, hieß es in einer Mitteilung. Eine Anfrage von Pizzaballa sei am Vortag geprüft und in Übereinstimmung mit den Schutzmaßnahmen des Zivilschutzes sei ihr nicht stattgegeben worden.
Durch das Verbot sei, so Pizzaballa und Ielpo, Kirchenoberhäuptern „zum ersten Mal seit Jahrhunderten die Feier der Palmsonntagsmesse in der Grabeskirche verwehrt“ worden. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bezeichnete den Vorfall als „schwerwiegenden Präzedenzfall“ und betonte, Patriarch Pizzaballa und der für die Heiligen Stätten zuständige Ielpo hätten sich an alle seit Beginn des Kriegs auferlegten Beschränkungen gehalten. Sie seien „privat und ohne jegliche Merkmale einer Prozession“, wie eigentlich am Palmsonntag üblich, unterwegs zur Kirche gewesen, hieß es. Nach weltweiter Kritik erklärte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Mitteilung vom 30. März indes, dass Pizzaballa und Ielpo wieder vollen Zugang zur Grabeskirche hätten – er habe den zuständigen Behörden eine entsprechende Anweisung erteilt. Hinter dem Vorgehen der Polizei habe „keine böse Absicht“ gesteckt.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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