Kirche Steiermark
Ein Menschenfreund mit klarer Haltung
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Trauer um GR Josef Jandl.
Im 95. Lebensjahr ist Josef Jandl, langjähriger Pfarrer von Fladnitz an der Teichalpe, gestorben. Im Vorjahr war ihm die seltene Gnade vergönnt, das 70-Jahr-Jubiläum seiner Priesterweihe zu feiern. Trotz voranschreitender Demenz konnte er fast bis zuletzt noch als Kon-zelebrant die Messe mitfeiern.
Josef Jandl wurde 1930 in Pischelsdorf geboren und 1954 zum Priester geweiht. Nach drei Kaplansjahren in Pernegg wirkte er im Bischöflichen Knabenseminar in Graz zunächst als Präfekt und dann als Lehrer. Der sportbegeisterte Priester, der Leibesübungen und Geographie unterrichtete, spielte gerne mit den Schülern Fußball und verstand es, auch die weniger Begabten zu motivieren.
Im Jahr 1978 wurde Jandl zum Pfarrer von Fladnitz bestellt, 18 Jahre lang leitete er auch die Pfarre Arzberg. Durch seine klare Haltung und Konsequenz, aber auch durch seinen Sinn für Gemeinschaft, seinen Humor und seine wohlwollende Art hat er viele Menschen geprägt. Als guter Prediger und Sänger trug er ebenso zu schön gestalteten Gottediensten bei wie durch sein Bemühen um eine große Ministrantenschar und die von ihm durchgeführte Renovierung der Kirchen in beiden Pfarren. Sehr wichtig waren ihm auch Hausbesuche, Maiandachten und Dorfrunden.
Auch nach seiner Emeritierung im Jahr 2013 hielt er Fladnitz die Treue und lebte bis zuletzt – betreut von Maria Raith – im Pfarrhof. Am 3. April wurde er nach dem Requiem in der Pfarrkirche auf dem Friedhof in Fladnitz beigesetzt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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