Schöpfung
Die Taten fehlen

Klimakrise und Covid.
200 Forschende aus ganz Europa diskutierten Schöpfungsfragen.

Wir müssen handeln, wir müssen uns ändern.“ Mit diesem Appell machte die Osnabrücker Dogmatikerin Margit Eckholt deutlich, dass die aufgrund der Klimakrise notwendigen Veränderungen auch eine Änderung des Denkens verlangen. Eckholt war die Organisatorin eines viertägigen Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie, bei dem 200 aus allen Teilen Europas stammende Forschende über Schöpfung und Transformation diskutierten.
Die wissenschaftliche Faktenlage zur Klimakrise sei eindeutig und weit bekannt, sagte der frühere Ko-Präsident des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker. Es mangle jedoch an entsprechenden Taten. „Wir zerstören Gottes Schöpfung, und das kann, da bin ich mir sicher, theologisch nicht akzeptiert werden.“
Gerade die Menschen im globalen Süden litten unter den Konsequenzen des Klimawandels, erinnerte die Theologin Birgit Weiler
aus Peru. Gerade dort zeige sich, dass ökologische Herausforderungen auch durch soziale, politische und religiöse Zusammenhänge bestimmt seien. Auch die slowenische Religionswissenschaftlerin Nadja Furlan Stante betonte, dass ein neuer Umgang mit der Umwelt immer einhergehen müsse mit fundamentalen politischen und sozialen Veränderungen.
Der Essener Bischof und Vizepräsident der EU-Bischofskommission COMECE, Franz-Josef Overbeck, forderte bei der Bewältigung der Klimakrise ein beispielhaftes Vorangehen der Kirchen. Die Kirche müsse praktizieren, was sie predige. Ansonsten verliere sie an Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Die Hoffnung, dass eine bessere Welt möglich sei, zeichne sich bereits in der biblischen Apokalypse ab. „Apokalypse“ dürfe nicht zu eng als Ausdruck von Katastrophen gesehen werden, erinnerte die Theologin Margareta Gruber von der Hochschule Vallendar.
Auch die Corona-Krise stand immer wieder im Zentrum der Diskussionen. So sprach sich der Passauer Philosoph Christian Thies dafür aus, dass die Pandemie eine einmalige Gelegenheit für eine nachhaltige Politik sei: „Wenn wir bereit sind, zur Bekämpfung der Corona-Pandemie solche drastischen Maßnahmen zu ergreifen, dann sollten wir doch auch bereit sein, zur Bekämpfung der ökologischen Krisen entsprechende drastische Maßnahmen zu ergreifen.“
Die Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie, 1989 in Mainz gegründet, will den länderübergreifenden Austausch und den Dialog fördern.

Kathpress

Jeden Morgen neu

Es werde Licht, Kraft, Glück
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Es werde Kraft an diesem Tage und Mut zum Wirken in der Welt und Sinn in jeder neuen Frage, die heute uns zur Rede stellt.
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Raymund Weber (Gotteslob, Nr. 82)

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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