Weltkirche
Den ökumenischen Geist in allem Tun aufrechterhalten

Beim Antrittsbesuch des neuen lateinischen Patriarchen von Jerusalem Pierrebattista Pizzaballa beim griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Theophilos III. überreichte dieser im eine Ikone der Grabeskirche.
  • Beim Antrittsbesuch des neuen lateinischen Patriarchen von Jerusalem Pierrebattista Pizzaballa beim griechisch-orthodoxen Patriarchen von Jerusalem Theophilos III. überreichte dieser im eine Ikone der Grabeskirche.
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Jerusalem. Lateinischer Patriarch Pizzaballa zum Antrittsbesuch beim orthodoxen Patriarchen.

Der neue lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierrebattista Pizzaballa (55), hat am 30. Jänner erstmals seit seiner Ernennung das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem besucht. Das orthodoxe Kirchenoberhaupt Theophilos III. empfing seinen Amtsbruder „nicht als Fremden, sondern als alten und vertrauten Freund“. Mit dem schon zuvor als Franziskanerkustos und dann als Erzbischof tätigen Ordensmann habe Papst Franziskus für die römisch-katholische Kirche im Heiligen Land einen Geistlichen zum Patriarchen ernannt, „der die Probleme und die Herausforderungen versteht, vor denen die christlichen Gemeinschaften in unserer Zeit stehen“, so Theophilos.

Pizzaballa habe sich in seiner bereits 30-jährigen Tätigkeit im Heiligen Land als „treuer Seelsorger“ aller ihm anvertrauten Gläubigen erwiesen, betonte Theophilos. „Sie sind mit Ihrem Volk an diesem Ort zutiefst vertraut.“ Viel habe er auch zum Aufbau der ökumenischen Zusammenarbeit zwischen den Bruderschaften und Gemeinschaften der Konfessionen beigetragen. Dieser Einsatz habe „greifbare Früchte“ hervorgebracht, die angesichts der vielen Herausforderungen vor Ort für die „Verteidigung der christlichen Präsenz im Heiligen Land und der Bewahrung der Integrität der Heiligen Stätten für die ganze Welt“ von großer Bedeutung seien.

Besonders unterstrich der Patriarch die Bedeutung des zwischen der orthodoxen und lateinischen Kirche gewachsenen Vertrauens. „Nie zuvor hat sich die Zusammenarbeit zwischen unseren Gemeinschaften als so effektiv und produktiv in unserer gemeinsamen Mission erwiesen.“ Besonders dankbar sei er für Pizzaballas „unerschütterlich standhaften“ Einsatz für die gemeinsamen Bemühungen um die Restaurierung der Grabeskirche.

Die Pandemie habe die christliche Mission nur noch dringlicher gemacht. Gegenseitiger Respekt und Zusammenarbeit seien „wichtiger als je zuvor“. Die Kommunikation zwischen den Konfessionen gelte es „zu vertiefen und diesen ökumenischen Geist in allem, was wir tun, aufrechtzuerhalten“.

Als Antrittsgeschenk überreichte Theophilos III., griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem (rechts), dem am 4. Dezember 2020 ins Amt eingeführten lateinischen Patriarchen Pierrebattista Pizzaballa (links) eine Ikone der renovierten Grabeskirche. Pizzaballa hob in seinen Dankesworten die langjährige gute Zusammenarbeit mit dem orthodoxen Patriarchen hervor.

Pizzaballa wurde vor 30 Jahren von seiner Gemeinschaft aus seiner Heimat Italien ins Heilige Land entsendet. Jerusalem sei in dieser Zeit zu einem „untrennbaren Teil“ seines Lebens geworden. Theophilos bestätigte die gute ökumenische Beziehung. Ebenso wie Jerusalem „der Schoß, aus dem die Kirche geboren wurde“, sei, könne die Heilige Stadt auch heute zum „Schoß, aus dem neue Bemühungen um die Einheit der Kirche hervorgehen können“, werden, so Theophilos.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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