Kirche Steiermark
Besuch aus der Ukraine
- Im Bild v. l.: Pfarrer Volodymyr Hrabyk, Bischof Hryhorak, Bischof Krautwaschl und Kaplan Anton Krushelnytskyi.
- Foto: KKS
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Am 26. Februar war Bischof Dmytro Hryhorak aus der ukrainisch griechisch-katholischen Diözese Buchach zu Besuch bei Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in Graz. Bischof Krautwaschl, der seit seinem Besuch in der Westukraine im Jahr 2016 dem Land und den Menschen sehr zugetan ist, sicherte ihm weiter Unterstützung zu. „Leider ist die Bereitschaft zu spenden in Österreich gesunken. Der Krieg wird als lästig empfunden. Angesichts mehrerer Krisen zieht man sich zurück auf das Eigene. Dabei vergessen wir, was die Menschen in der Ukraine mitmachen. Obwohl Lemberg näher bei Wien ist als Bregenz“, so Bischof Krautwaschl.
Weiterhin Hilfe notwendig
Seit vier Jahren ist Krieg in der Ukraine. Unterstützung und Gebet bleiben wichtig.
Viel vom Grauen in der Ukraine zeigt sich erst und wird sich noch zeigen. So bringt Bischof Dmytro Hryhorak erschütternde Nachrichten aus der Ukraine bei seinem Besuch in der Steiermark (siehe großes Bild oben). „Zwölf Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind auf der Flucht. Wir wissen, dass allein im Großraum Mariupol 100.000 Zivilisten getötet und viele weitere verletzt wurden“, sagt der Bischof aus Buchach in der Südwestukraine. Im Westen des Landes sei man besser dran, so der Bischof. Dennoch lebe man in ständiger Angst – und in der Hoffnung, dass alles zu einem Ende kommt. Es werde „gut“ weitergehen, ist er überzeugt. Heuer sei der schwierigste Winter seit Kriegsbeginn gewesen, kaum Strom, tiefe Temperaturen. Ein Problem sei auch die Abwanderung. „Der Krieg hat Familien zerstört. In manchen Pfarren ist die Bevölkerung um 30% gesunken“, so Bischof Dmytro. Dankbar sei man für die Unterstützung aus dem Westen, für die Anteilnahme,
Gebete, Spenden; auch aus der Diözese Graz-Seckau. Die Katholische Kirche Steiermark unterstützt die Menschen in der Ukraine über Welthaus, Caritas und VinziWerke.
- Bei einer Gedenkveranstaltung am Grazer Hauptplatz am 24. Februar sprach u. a. der Seelsorger der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche, Bohdan Karpliak (ganz l.).
- Foto: Hohl
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Am vierten Jahrestag des Kriegsausbruchs, dem 24. Februar, versammelten sich viele am Grazer Hauptplatz zu einer Gedenkveranstaltung (kl. Bild). Es gleiche fast einem Wunder, dass die Ukraine noch existiere, so der diözesane Integrationsbeauftragte Erich Hohl. Ein Ende des Krieges sei nicht abzusehen. Abhilfe schaffen könne nur weltweite Solidarität. Dabei müsse man den vielen hierzulande danken, „die mit langem Atem mithelfen, das Leid von Millionen Menschen zu lindern – mit Herz, Hand, Hirn und mit Gebet“, so Hohl.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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