Kirche Steiermark
Wie Wald & Wiese helfen

Diskutierten über Klimazukunft (v. l.):
 Martin Halmer (Kath. Kirche Stmk.), Franz Prettenthaler (JOANNEUM RESEARCH), Eva Heidelmair (Kath. Kirche Stmk.), Alexander Pinter (Holzcluster Stmk.), Sabrina Dreisiebner-Lanz (JOANNEUM RESERCH), Arno Mayer und Stefan Zwettler (LK Stmk.). | Foto: Raiser/JOANNEUM RES.
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  • Diskutierten über Klimazukunft (v. l.):
    Martin Halmer (Kath. Kirche Stmk.), Franz Prettenthaler (JOANNEUM RESEARCH), Eva Heidelmair (Kath. Kirche Stmk.), Alexander Pinter (Holzcluster Stmk.), Sabrina Dreisiebner-Lanz (JOANNEUM RESERCH), Arno Mayer und Stefan Zwettler (LK Stmk.).
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Klimawandel und Umweltaspekte

Balanceakt CO₂ – Fürchtet euch nicht! Teil 2 der Vortragsreihe zeigte auf, wie Land- und Forstwirtschaft das Klima retten können.

Welche Rolle spielen Land- und Forstwirtschaft im Zusammenhang mit dem Klimawandel?“ Diese Frage stellten sich am 15. Jänner 110 Interessierte in Graz. Im Mittelpunkt des zweiten Teils der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Balanceakt CO₂ – Fürchtet euch nicht!“ standen die Chancen einer nachhaltigen Landnutzung genauso wie die vielfältigen Herausforderungen.

Die Veranstaltung im Minoritenzentrum bestand aus Vorträgen und einer Diskussionsrunde, in welcher u. a. die Funktion des Waldes als Kohlenstoffsenke, Waldschäden durch Borkenkäfer und Stürme, die Auswahl klimawandelgeeigneter Baumarten sowie der Einsatz von Holz im Fahrzeugbau diskutiert wurden. Zuvor gab es drei Vorträge.

Biene, Boden, Baum. Karl Steininger vom Wegener Center für Klima und Globalen Wandel ging auf die Potenziale von Österreichs Ökosystemen für den Klimaschutz ein. Auf Basis des österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel verdeutlichte er, dass neben dem Ausstieg aus fossilen Energiequellen die Landnutzung einen wichtigen Beitrag leisten kann. Um Klimaziele zu erreichen, seien negative Emissionen nötig, also die aktive Entnahme und Speicherung von CO₂ aus der Atmosphäre. Durch Extensivierung und Renaturierung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen könne dies erreicht werden.

Die Bedeutung der Forstwirtschaft hob Stefan Zwettler von der Landwirtschaftskammer Steiermark (LK Stmk.) hervor. Die stoffliche und energetische Nutzung von Holz trage wesentlich zur Substitution emissionsintensiver fossiler Rohstoffe bei – sie führe darüber hinaus zu einer langfristigen Bindung von Kohlenstoff in einem kontinuierlich wachsenden Bestand an langlebigen Holzprodukten, so Zwettler.

Das Potenzial der Landwirtschaft beleuchtete Arno Mayer (LK Stmk.). Da sie „ihre Werkstatt unter freiem Himmel“ habe, sei die Landwirtschaft „vom Klimawandel besonders betroffen, aber zugleich auch Teil der Lösung: Mit rund 10 % der Emissionen produziert sie 100 % der Lebensmittel. Pflanzenproduktion ist aktive Entnahme von CO₂!“ Mayer betonte besonders den Humusaufbau: „Mit einem Wellnessprogramm für Regenwurm und Biene und biodiversen Fruchtfolgen motivieren Landwirtinnen und Landwirte die steirischen Böden zu CO₂-Speicherung im Humus.“

Weitere Veranstaltungen
Teil 3 und 4 der Veranstaltungsreihe von JOANNEUM RESEARCH, Katholische Kirche Steiermark und Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz:
„Technische Innovationen im Carbon Management: Können wir uns das leisten?“ am 10.03.2026.
„Geschäftsmodell Klimawandel: Nachhaltig oder Feigenblatt?“ am 28.04.2026.

Foto: Gerd Neuhold/Sonntagsblatt für Steiermark
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Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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